Bäuerinnen als tragende Säule der Landwirtschaft
Unter dem Motto „Landheldinnen im Rampenlicht“ versammelten sich am Samstag, 24. Jänner, beim burgenländischen Landesbäuerinnentag mehr als 200 Bäuerinnen auf der Friedensburg Schlaining, um die bedeutende Rolle der Bäuerinnen in der Landwirtschaft hervorzuheben. Der hochkarätig besetzte Austausch stand ganz im Zeichen des Internationalen Jahres der Bäuerin 2026, das die Leistungen von Frauen in der Landwirtschaft weltweit ins Rampenlicht rückt.
„Es erfüllt mich mit großem Stolz zu sehen, wie Bäuerinnen im Burgenland nicht nur ihre Betriebe führen, sondern als starke Persönlichkeiten unsere ländliche Entwicklung nachhaltig mitgestalten“, betonte LK-Präsident Nikolaus Berlakovich. „Ihre Kompetenz in Betriebsführung, ihre Innovationskraft und ihr Engagement in politischen und gesellschaftlichen Ämtern sind unverzichtbar für die Zukunft unserer Landwirtschaft. Im Burgenland wird mehr als ein Drittel – etwa 35 Prozent – der rund 8.000 land- und forstwirtschaftlichen Betriebe von einer Frau geleitet. Weitere 15 Prozent werden zusammen mit dem Partner geführt. Das zeigt, dass die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe von einer Bäuerin betrieben werden.“
Landesbäuerin Christine Riepl hob hervor: „Bäuerinnen tragen wesentlich zur wirtschaftlichen Stabilität unserer Betriebe bei – sei es in der täglichen Betriebsführung, in der Umsetzung nachhaltiger Praktiken oder in Repräsentationsrollen in Kammergremien und politischen Funktionen. Sie sind Motoren des Wandels und Vorbilder in ihren Regionen.“
Auch Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger, in ihrer Funktion als Vorsitzende der ARGE Bäuerinnen Österreich, unterstrich die Bedeutung des internationalen Themas: „Das Internationale Jahr der Bäuerin 2026 macht sichtbar, was viele schon lange wissen: Ohne Bäuerinnen läuft in der Landwirtschaft nichts. Sie gestalten, vernetzen und setzen Impulse – auf dem Hof, in der Familie, in Organisationen und in der Politik.“
Ein besonderer Höhepunkt des Landesbäuerinnentages war die Festrede der „First Lady“ Doris Schmidauer, die in ihren Ausführungen die Bedeutung von Haltung, Verantwortung und gesellschaftlichem Engagement von Frauen hervorhob und Frauen dazu Aufruf, sich noch mehr zuzutrauen sich in verschiedenen Gremien zu engagieren. Persönliche Einblicke boten zudem sechs Bäuerinnen aus dem Burgenland, die in einem Podiumsgespräch offen über ihren individuellen Weg zur Bäuerin, über Herausforderungen, Entscheidungen und Motivation berichteten. Ihre Geschichten zeigten eindrucksvoll die Vielfalt bäuerlicher Lebens- und Berufswege sowie die starke Identifikation mit Landwirtschaft und ländlichem Raum.
Der Landesbäuerinnentag 2026 bot neben fachlichen Inputs auch Raum für Vernetzung und Erfahrungsaustausch – ein deutliches Signal für die Zukunft: Die Bäuerinnen im Burgenland sind vielseitig, engagiert und bereit, die Herausforderungen von morgen aktiv mitzugestalten.