Erster Burgenländischer Eiswein 2025 gelesen
In Illmitz nutzte das Weingut Helmut Lang die Temperaturen zwischen -7 und -8,5 Grad zur Ernte bester Goldmuskateller-Trauben mit 28° KMW ab 5:00 Uhr früh.
Ihm gleich tat es ebenso Gerhard Haider aus Illmitz, der bereits ab 4:30 Uhr mit Hilfe von dreizehn Erntehelfer:innen mit der Handlese der Grünen Veltliner-Trauben startete, der Zweigelt wurde mit der Maschine von den Rebstöcken gerüttelt.
In Mönchhof fuhr Julius Hafner erfolgreich seine Furmint-Eisweinernte ein und in Neusiedl half eine achtköpfige Mannschaft Christoph Hess seine Welschriesling-Ernte in den Keller zu bringen. Für ihn liegt die letzte Eisweinernte immerhin zehn Jahre zurück.
Für einen Eiswein gelten grundsätzlich die gleichen gesetzlichen Rahmenbedingungen wie für einen Qualitätswein. Das heißt, dass er unter anderem die sensorischen Anforderungen zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer erfüllen muss bzw. unterliegt die Erntemenge pro Hektar ebenso einer Höchstmengenbeschränkung. Weiters müssen die Trauben zur Herstellung von Eiswein bei der Lese und der Kelterung gefroren sein und deren Saft ein Mostgewicht von mindestens 25° KMW aufweisen.
Anteilsmäßig macht der Eiswein an der gesamten Erntemenge im Burgenland zwar weniger als drei Prozent aus, jedoch handelt es sich hierbei um ein Nischenprodukt mit hohem Wiedererkennungswert, das durch seine Witterungsabhängigkeit in der Produktion besonders wertvoll ist. Größtenteils liegen die Flächen für die Eisweinproduktion rund um den Neusiedlersee, wobei auch vereinzelte Betriebe in anderen Regionen des Burgenlandes erfolgreich Eiswein produzieren, wie etwa 2021 in Neuhaus am Klausenbach.
Da das Wetter perfekt mitgespielt hat, ist die Qualität heuer hervorragend – Eiswein-Liebhaber:innen dürfen sich auf besonders erlesen Tropfen freuen.
Die Aufzählung der im Artikel angeführten Weinbaubetriebe erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.