Klauengesundheit bei Schaf und Ziege
Sie tragen nicht nur das Tier, sondern auch die Milch und das Fleisch und damit die Leistung der Tiere, da nur klauengesunde Tiere entsprechend Futter aufnehmen können. Für Gesundheit, Tierwohl und ein langes Leben ist dies unabdingbar. Werden die Tiere geweidet und regelmäßig umgetrieben, findet in der Regel eine ausreichende Abnutzung des Klauenhorns statt (Triebwege, Almen, etc.). Bei Stallhaltungsperioden und Haltung auf reinen Wiesenflächen findet er nicht ausreichend statt. Durch einen regelmäßigen Pflegeschnitt kann die Klaue vorbeugend gesund erhalten und übermäßiges Wachstum und gegebenenfalls Verformungen vermieden werden.
Jedoch gibt es einige Klauenerkrankungen, die die Tiere beeinträchtigen können.
Jedoch gibt es einige Klauenerkrankungen, die die Tiere beeinträchtigen können.
Anatomie der Klaue
Das Sohlenhorn ist bei adulten Tieren viel dünner als bei Rindern, so dass es sich mit Fingerdruck bereits eindrücken lässt. Charakteristisch ist, dass das Horn an der Klauenspitze und im hinteren Abschnitt nur etwa 3 bis 4 Millimeter dick ist. Am Übergang zum Ballenbereich (Trachte) kann das Horn mitunter etwas dicker sein und misst hier bei gesunden Klauen bis zu 5 Millimeter. Beim Bearbeiten des Horns im Rahmen der Klauenpflege muss diese anatomische Situation unbedingt beachtet werden. Bei Beschneidung des Sohlenhorns besteht ein hohes Risiko die Lederhaut zu verletzen. Daher müssen die Tiere gut fixiert werden (das Schaf umgesetzt) oder im Stand gut gehalten werden wenn kein Klauenstand verwendet wird.
Moderhinke beim Schaf
Moderhinke ist eine hochansteckende Erkrankung beim kleinen Wiederkäuer, vor allem beim Schaf. Sie ist sehr schmerzhaft und wird durch das Bakterium dichelobacter nodosus verursacht. Die Übertragung erfolgt vor allem über den Boden.
Hohle Wand
Die Weiße Linie besteht aus einer weichen Kittsubstanz. Diese bildet die elastische Verbindung zwischen Klauenwand, Hornschuh und Sohle. Geht die Elastizität der Weißen Linie verloren, kommt es zur Bildung von kleinen Rissen. Dadurch kann einerseits Feuchtigkeit eindringen, wodurch das Horn der Weißen Linie zersplittert und andererseits auch Schmutz, wodurch sich der Hohlraum zunehmend vergrößert. Zu möglichen Ursachen zählen genetische Dispositionen und Fütterungseinflüsse (v.a. Mineralstoffversorgung).
Die Hohle Wand wird häufig im Zuge der Klauenpflege festgestellt. Zu Lahmheit führt die Hohle Wand nur, wenn es zu Infektionen mit Keimen oder zum Einwandern von kleinen Steinen kommt. Infektionen können zu Wandabszessen führen, welche für das Tier sehr schmerzhaft sind. Um die Hohle Wand zu behandeln, sind die abgelösten Teile der Hornwand zu entfernen. So wird das Eindringen von zusätzlichem Schmutz verhindert. Vorhandene Entzündungen und Infektionen werden dabei desinfiziert.
Die Hohle Wand wird häufig im Zuge der Klauenpflege festgestellt. Zu Lahmheit führt die Hohle Wand nur, wenn es zu Infektionen mit Keimen oder zum Einwandern von kleinen Steinen kommt. Infektionen können zu Wandabszessen führen, welche für das Tier sehr schmerzhaft sind. Um die Hohle Wand zu behandeln, sind die abgelösten Teile der Hornwand zu entfernen. So wird das Eindringen von zusätzlichem Schmutz verhindert. Vorhandene Entzündungen und Infektionen werden dabei desinfiziert.
Zwischenklauenentzündung
Bei der Zwischenklauenentzündung sind hauptsächlich der Zwischenklauenspalt und der Ballenbereich bis hin zur Fesselbeuge betroffen. Charakteristisch ist, dass häufiger nur ein Fuß betroffen ist. Meist handelt es sich dabei um eine Einzeltiererkrankung, in schweren Fällen kann aber auch ein massives Herdenproblem auftreten. Von dieser Erkrankung sind eher ältere Mastlämmer oder schwerere Tiere (Zuchtböcke, trächtige Muttertiere) betroffen. Ursache sind meist Bakterien.
Zu Beginn lahmen die Tiere nur leicht, sodass die Lahmheit meist nicht bemerkt wird. In diesem Stadium sind schon kleine Risse und Rötungen im Zwischenklauenspalt, sowie geringe Schwellungen bzw. vermehrt warme Klauen zu bemerken. Wenn die Entzündung so weit fortgeschritten ist, dass sich Eiter unter der Haut angesammelt hat, lahmen die Tiere stark und deutlich sichtbar. Meist wird der Fuß nicht einmal mehr aufgesetzt. Die Tiere wehren sich beim Untersuchen, weil sie unter unerträglichen Schmerzen leiden. Der Fuß ist oft bis zum Fesselgelenk geschwollen, die Harre sind in der Fesselbeuge und im Zwischenklauenspalt meist gesträubt, die Haut wird nässend. Im fortgeschrittenen Stadium bemerkt man am Kronsaum Eiteraustritt. Behandelt wird das Tier am besten in einer Separationsbox mit einem antibiotischen Wundspray.
Zu Beginn lahmen die Tiere nur leicht, sodass die Lahmheit meist nicht bemerkt wird. In diesem Stadium sind schon kleine Risse und Rötungen im Zwischenklauenspalt, sowie geringe Schwellungen bzw. vermehrt warme Klauen zu bemerken. Wenn die Entzündung so weit fortgeschritten ist, dass sich Eiter unter der Haut angesammelt hat, lahmen die Tiere stark und deutlich sichtbar. Meist wird der Fuß nicht einmal mehr aufgesetzt. Die Tiere wehren sich beim Untersuchen, weil sie unter unerträglichen Schmerzen leiden. Der Fuß ist oft bis zum Fesselgelenk geschwollen, die Harre sind in der Fesselbeuge und im Zwischenklauenspalt meist gesträubt, die Haut wird nässend. Im fortgeschrittenen Stadium bemerkt man am Kronsaum Eiteraustritt. Behandelt wird das Tier am besten in einer Separationsbox mit einem antibiotischen Wundspray.
Werkzeug für die Klauenpflege: die Bearbeitung des Klauenhorns bei Schaf und Ziege wird ausschließlich mit dem Hufmesser (rechtes und linkes), einer spitzen und scharfen Rosenschere, spezieller Klauenschere mit schmalen Klingen oder einer einfach übersetzten Zange durchgeführt.
Eine gute regelmäßiger Pflege und notwendige Managementmaßnahmen sind die beste Vorbeuge. Für weitere Fragen stehen die LK Beratung Schafe und Ziegen zur Verfügung.