Mit geteilter Arbeit gemeinsam erfolgreich
Der Biohof Tomic, nahe des Klopeinersees in Kärnten, wird seit 1993 von Johannes Tomic biologisch bewirtschaftet. 2009 stieg sein Sohn David in den elterlichen Betrieb ein. Der Betriebsschwerpunkt war schon immer Ackerbau und Schweinezucht. Von Anfang an war klar, dass es eine klare Trennung und Aufteilung der Arbeitsbereiche geben soll. Jeder soll seiner Passion nachgehen können und sich in diesem Bereich weiterentwickeln und verbessern. Mittlerweile wird der Biohof Tomic als GmbH geführt, bei dem Johannes und David als zeichnungsberechtigte Geschäftsführer eingetragen sind. Die Vorteile liegen darin, dass die Bereiche Sozial- und Pensionsversicherung einer klaren Regelung unterworfen sind, ebenso die Entlohnung der Geschäftsführer.
Geteilte Verantwortung
Johannes Tomics Leidenschaft ist der Bioackerbau. Hierbei ist ihm eine bodenschonende und effiziente Bearbeitung genauso wichtig wie der nachhaltige Humusaufbau. Er baut vorrangig Dinkel, Roggen, Buchweizen, Mais, Weizen, Sonnenblume, Hafer, Gerste und Braunhirse an. In den letzten Jahren kam noch die Sojabohne als wichtiges Fruchtfolgeglied dazu. Mit einer betriebseigenen Sojatoastanlage kann Soja in der Schweinefütterung genutzt werden.
David Tomic widmet sich voll und ganz der Verarbeitung und Vermarktung der Ackerfrüchte. Um die Betriebszweige wirtschaftlich klar zu trennen, werden die Rohstoffe, die im Rahmen der Direktvermarktung benötigt werden, vom väterlichen Landwirtschaftsbetrieb zugekauft. So wechseln rund 100 t Getreide den Besitzer. Alle Arbeitsschritte - von der Getreidereinigung bis hin zur Vermarktung - befinden sich in der Verantwortung von David Tomic. Neben einem klassischen Sortiment an Körnern, Flocken und Mehlen werden auch Spezialprodukte wie Granolamüsli und Sojaöl hergestellt. In der hofeigenen Backstube werden rund 25 t Mehl pro Jahr zu Brot und Gebäck verbacken.
Die Vermarktung ist breit gefächert und spiegelt das unternehmerische Geschick von David Tomic wider, der es schafft, seine Bioprodukte flächendeckend in ganz Kärnten anzubieten. Erhältlich sind sie im Hofladen, in regionalen Bioläden, in einigen Filialen von Spar und Lagerhaus und in allen Billa-Filialen in Kärnten sowie auf Wochenmärkten.
David Tomic widmet sich voll und ganz der Verarbeitung und Vermarktung der Ackerfrüchte. Um die Betriebszweige wirtschaftlich klar zu trennen, werden die Rohstoffe, die im Rahmen der Direktvermarktung benötigt werden, vom väterlichen Landwirtschaftsbetrieb zugekauft. So wechseln rund 100 t Getreide den Besitzer. Alle Arbeitsschritte - von der Getreidereinigung bis hin zur Vermarktung - befinden sich in der Verantwortung von David Tomic. Neben einem klassischen Sortiment an Körnern, Flocken und Mehlen werden auch Spezialprodukte wie Granolamüsli und Sojaöl hergestellt. In der hofeigenen Backstube werden rund 25 t Mehl pro Jahr zu Brot und Gebäck verbacken.
Die Vermarktung ist breit gefächert und spiegelt das unternehmerische Geschick von David Tomic wider, der es schafft, seine Bioprodukte flächendeckend in ganz Kärnten anzubieten. Erhältlich sind sie im Hofladen, in regionalen Bioläden, in einigen Filialen von Spar und Lagerhaus und in allen Billa-Filialen in Kärnten sowie auf Wochenmärkten.
Externe Arbeitskräfte
Bei dieser Betriebsgröße und den verschiedenen Betriebszweigen ist es unabdingbar, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Neben Johannes und David Tomic werden sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Johannes Tomic wird von einem Vollzeitmitarbeiter unterstützt, der in allen Bereichen des Ackerbaus und der Schweinehaltung tätig ist. David Tomic beschäftigt einen Bäcker in Vollzeit, der fünfmal pro Woche Brot und Backwaren nach handwerklicher Tradition bäckt. Die Wochenmärkte werden von einem engagierten Mitarbeiter in Teilzeit übernommen. Vier weitere Teilzeitmitarbeiterinnen, die alle im Ausmaß zwischen 20 und 30 Arbeitsstunden pro Woche beschäftigt sind, unterstützen David Tomic bei allen Arbeiten rund um die Verarbeitung und Vermarktung seiner Produkte. Mit dem stetigen Ausbau der Direktvermarktung, dem Vergrößern der Produktionsmenge und der Ausweitung der Absatzkanäle ist auch der Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften stetig gewachsen.
Johannes Tomic wird von einem Vollzeitmitarbeiter unterstützt, der in allen Bereichen des Ackerbaus und der Schweinehaltung tätig ist. David Tomic beschäftigt einen Bäcker in Vollzeit, der fünfmal pro Woche Brot und Backwaren nach handwerklicher Tradition bäckt. Die Wochenmärkte werden von einem engagierten Mitarbeiter in Teilzeit übernommen. Vier weitere Teilzeitmitarbeiterinnen, die alle im Ausmaß zwischen 20 und 30 Arbeitsstunden pro Woche beschäftigt sind, unterstützen David Tomic bei allen Arbeiten rund um die Verarbeitung und Vermarktung seiner Produkte. Mit dem stetigen Ausbau der Direktvermarktung, dem Vergrößern der Produktionsmenge und der Ausweitung der Absatzkanäle ist auch der Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften stetig gewachsen.
Klar definiert, organisiert
Eine flache Hierarchie, klare Ansagen und ein eigenverantwortliches Arbeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichen es, Verantwortung abzugeben, was wiederum die Arbeit von David Tomic erleichtert und Freiräume schafft. Denn neben der Produktion und dem Verkauf muss noch Arbeitszeit für administrative Tätigkeiten, Planung und Produktentwicklung sowie eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit einkalkuliert werden. Diese Tätigkeiten sind ebenso notwendig und unverzichtbar für den Betriebserfolg, können aber nicht delegiert werden.
Ein eigenes Arbeitszeiterfassungssystem gibt es nicht. Die geleisteten Arbeitsstunden werden eigenverantwortlich aufgeschrieben und unterzeichnet. Die Aufgabenbereiche in der Bäckerei und im Verkauf sind klar definiert und werden von den dafür betrauten Personen ausgeführt. In der Verarbeitung werden die Mitarbeiterinnen auch flexibel eingesetzt, wenn zum Beispiel in einem Bereich mehr Personen gebraucht werden.
Ein eigenes Arbeitszeiterfassungssystem gibt es nicht. Die geleisteten Arbeitsstunden werden eigenverantwortlich aufgeschrieben und unterzeichnet. Die Aufgabenbereiche in der Bäckerei und im Verkauf sind klar definiert und werden von den dafür betrauten Personen ausgeführt. In der Verarbeitung werden die Mitarbeiterinnen auch flexibel eingesetzt, wenn zum Beispiel in einem Bereich mehr Personen gebraucht werden.
Auslagerung von Arbeit
Arbeit ist teuer, es stellt sich daher auch die Frage von Einsparungspotenzialen. David Tomic meint: "Einsparungspotenziale ergeben sich nur im Fall einer höheren Technisierung. So konnte zum Beispiel durch eine schnellere Absackmaschine oder größere Mühle die Arbeitsleistung pro Stunde und Mitarbeiterin erhöht werden."
Einzelne Schritte in der Produktverarbeitung werden zudem ausgelagert. So werden rund 15% der zu verarbeitenden Menge an Mais und Getreide an Partnerbetriebe zur Veredelung abgegeben. Der Vorteil des Auslagerns liegt für David Tomic darin, dass dafür keine eigenen Maschinen oder Geräte angeschafft werden müssen, die nicht voll ausgelastet werden können. So wird das Vermahlen der Maiskörner zu Maismehl und Grieß an eine regionale Mühle ausgelagert, welche die benötigte Jahresmenge an einem Tag bewältigt. Diverse Getreidereisprodukte wie Dinkel- oder Einkorn-Reis sowie die Produktion von Rollgerste werden ebenso an einen Biobetrieb ausgelagert, der das Schleifen von Getreidekörnern als Lohntätigkeit anbietet.
Einzelne Schritte in der Produktverarbeitung werden zudem ausgelagert. So werden rund 15% der zu verarbeitenden Menge an Mais und Getreide an Partnerbetriebe zur Veredelung abgegeben. Der Vorteil des Auslagerns liegt für David Tomic darin, dass dafür keine eigenen Maschinen oder Geräte angeschafft werden müssen, die nicht voll ausgelastet werden können. So wird das Vermahlen der Maiskörner zu Maismehl und Grieß an eine regionale Mühle ausgelagert, welche die benötigte Jahresmenge an einem Tag bewältigt. Diverse Getreidereisprodukte wie Dinkel- oder Einkorn-Reis sowie die Produktion von Rollgerste werden ebenso an einen Biobetrieb ausgelagert, der das Schleifen von Getreidekörnern als Lohntätigkeit anbietet.
Arbeitsfreie Zeiten
Direktvermarktung ist eine Vermarktungsform mit hoher Arbeitsbelastung. Am Biohof Tomic gibt es im Sommer eine Woche Betriebsurlaub und von Heiligabend bis zu den heiligen drei Königen gibt es ebenso eine arbeitsfreie Zeit. Die restliche Urlaubszeit wird nach Absprache vereinbart. David ist es wichtig, dass es speziell in der Ferienzeit zu keinen größeren Personallücken in der Verarbeitung kommt.
Die größte Herausforderung liegt beim Abfedern von Krankenständen von Schlüsselarbeitskräften in der Bäckerei oder im Bereich des Marktfahrens. In diesen Fällen muss dann David Tomic selbst einspringen.
Mit dem Aufteilen und Trennen der jeweiligen Arbeitsbereiche, dem Auslagern von Arbeitsschritten sowie der Übertragung von Verantwortung an motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lässt sich die Arbeitsbelastung am Biohof Tomic gut bewältigen. Klar geregelte Zuständigkeiten und eine effiziente Planung der Arbeit sind dafür unerlässlich.
Tag der offenen Tür: Wer den Biohof Tomic kennenlernen möchte, ist herzlich zum Tag der offenen Tür eingeladen: Samstag, 20. Juni, von 9 - 17 Uhr.
Die größte Herausforderung liegt beim Abfedern von Krankenständen von Schlüsselarbeitskräften in der Bäckerei oder im Bereich des Marktfahrens. In diesen Fällen muss dann David Tomic selbst einspringen.
Mit dem Aufteilen und Trennen der jeweiligen Arbeitsbereiche, dem Auslagern von Arbeitsschritten sowie der Übertragung von Verantwortung an motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lässt sich die Arbeitsbelastung am Biohof Tomic gut bewältigen. Klar geregelte Zuständigkeiten und eine effiziente Planung der Arbeit sind dafür unerlässlich.
Tag der offenen Tür: Wer den Biohof Tomic kennenlernen möchte, ist herzlich zum Tag der offenen Tür eingeladen: Samstag, 20. Juni, von 9 - 17 Uhr.
Betriebsspiegel
Biohof Tomic GmbH, Eberndorf, Kärnten
- Geschäftsführer: Johannes und David Tomic
- Standbeine: 180 ha Ackerbau, Schweinehaltung (25 Mutterschweine, ein Eber und ca. 300 Mastschweine)
- Kulturen: Dinkel, Roggen, Buchweizen, Mais, Weizen, Sonnenblume, Hafer, Gerste, Braunhirse, Soja
- Verarbeitung und Vermarktung von verschiedenen Getreideprodukten (Flocken, Mehle, Müsli), Sojaöl und Brot
- Sieben externe Arbeitskräfte (Voll- und Teilzeit)
- Auslagerung von Arbeitsschritten (15% der Verarbeitungsmenge)