Gleiche Regeln für alle Lebensmittel: Vermehrt Importkontrollen angekündigt
Gleiche Standards statt doppelter Maßstäbe
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig veranlasst daher vermehrt Futtermittelkontrollen aus Drittlandimporten: “Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren Lebensmittel unter höchsten Umwelt- und Qualitätsstandards. Wir bekennen uns klar zu nachhaltiger Landwirtschaft und diese Qualität hat ihren Preis. Fairer Wettbewerb kann nur dort stattfinden, wo vergleichbare Spielregeln gelten. Daher unterstütze ich, dass in den modernen Handelsabkommen neue Einfuhrkontingente an nachhaltige Produktionsbedingungen geknüpft sind, die den hohen EU-Produktionsstandards entsprechen. Zusätzlich verstärken wir die Importkontrollen und sorgen dafür, dass die strengen EU-Standards, die wir von unseren heimischen Betrieben verlangen, auch bei Importen konsequent überprüft werden. So schützen wir unsere Bäuerinnen und Bauern vor unfairem Wettbewerb und stärken die Versorgung mit hochwertigen, regionalen Lebensmitteln.“
Das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) wird in den kommenden Monaten Einzel- und Mischfuttermittel auf Rückverfolgbarkeit (Herkunft), Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe, unerwünschte sowie verbotene Stoffe untersuchen. Zusätzlich zu den Kontrollen des BAES werden zur Sicherstellung von EU-standardkonformen Futtermitteln auch Eigenkontrollen der Futtermittelunternehmen und Kontrollen auf Basis des EU-Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) durchgeführt.
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: “Gleiches Recht für alle muss auch gleiche Produktionsstandards für alle heißen. Deswegen braucht es strenge Import-Kontrollen. Statt mehr Bürokratie für heimische Produzenten braucht es mehr Schutz vor ausländischen Produkten, die nicht unseren Standards entsprechen. Denn es glaubt doch niemand, dass z.B. in Asien so streng kontrolliert wird wie in Aderklaa.“
Entscheidend ist, wie Lebensmittel hergestellt werden
Faire Wettbewerbsbedingungen und wirksamer Konsumentenschutz
Rückenwind aus dem Nationalrat
Die Forderung nach wirksamen Importkontrollen wird mittlerweile auch auf Bundesebene breit getragen. Erst kürzlich hat sich der Nationalrat mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die vereinbarten Schutzklauseln und Sicherheitsvorkehrungen für Agrarimporte konsequent umzusetzen. Dazu zählen verstärkte Importkontrollen, zusätzliche Audits in Drittstaaten sowie strengere Rückstandskontrollen bei Importprodukten. Gleichzeitig sollen die Versorgungssicherheit mit hochwertigen Lebensmitteln sowie die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Land- und Lebensmittelwirtschaft als strategische Prioritäten behandelt werden.
Abschließend appellieren Totschnig, Pernkopf und Mayr an die Europäische Kommission, die bestehenden Schutzmechanismen konsequent umzusetzen und weiterzuentwickeln. Verstärkte Importkontrollen, wirksame Rückstandskontrollen und klare Vorgaben für Agrarimporte sind zentrale Voraussetzungen, um Versorgungssicherheit, Konsumentenschutz und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Land- und Lebensmittelwirtschaft langfristig abzusichern.