Agrarökologie – Exkursion
Bildergalerie
(6 Fotos)
Agroforst in Leonding © Reinhard Gessl, FiBL
Brot aus reinem Liechtensteiner Getreide © Reinhard Gessl, FiBL
Zwischenfrucht und Hochstammobst © Reinhard Gessl, FiBL
Käferbohnen als Mischkultur © Reinhard Gessl, FiBL
Lokale Verarbeitung von Kleinmengen zur Veredelung © Reinhard Gessl, FiBL
Boden als zentraler Faktor © Reinhard Gessl, FiBL
Was ist Agrarökologie?
Die Agrarökologie ist ein gesamtheitliches Konzept, das sich mit ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit befasst. Damit soll die landwirtschaftliche Produktion langfristig, sinnvoll und effizient gestaltet werden.
Die Maßnahmen, die gesetzt werden können, um dieses Ziel zu erreichen, sind vielfältig und können an die Gegebenheiten des Betriebes angepasst werden.
Die Maßnahmen, die gesetzt werden können, um dieses Ziel zu erreichen, sind vielfältig und können an die Gegebenheiten des Betriebes angepasst werden.
Ökologie
Ein Ziel der Agrarökologie ist die Verbesserung von Aspekten der Natur und Umwelt. Damit soll die Leistung des Ökosystems erhalten und ausgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen, können große, komplexe, aber auch kleine, einfache Maßnahmen gesetzt werden. Bei der Exkursion wurden einerseits ein langjähriges Agroforstsystem und ein Betrieb mit ausschließlich Direktsaat besichtigt. Andererseits waren auch Zwischenfrüchte, Aufweitungen der Fruchtfolge mit Kleegras oder der Anbau von Leguminosen gute Maßnahmen.
Markt und Veredelung
Durch eine höhere Veredelung kann aus den ökologischen Maßnahmen direkt ein wirtschaftlicher Vorteil gezogen werden. Mit Direktvermarktung und Verarbeitung durch den Betrieb selbst oder durch Partnerbetriebe kann ein noch höherwertigeres Produkt geschaffen werden. Zudem ist dadurch eine laufende Anpassung an den Markt und ein direkter Austausch mit den Konsumentinnen und Konsumenten möglich.
Kooperation
Bei der Exkursion waren die Ansätze des Vereins Feldfreunde in Liechtenstein zentral. Ein wichtiger Punkt ist dabei, Kooperationen mit anderen Betrieben und besonders mit der Lebensmittelverarbeitung wie beispielsweise Bäcker oder Schnapsbrenner einzugehen. Durch solche Kooperationen kann die Qualität der Produkte erhalten und garantiert werden.
Fazit
Agrarökologie lässt sich auf allen Betrieben mit kleinen Schritten testen, beginnen und ausweiten. Wichtig ist eine engere Kooperation mit anderen Betrieben und der Verarbeitung, um wirtschaftlich stabiler zu werden. Weiters ist eine Kommunikation zu den Konsumentinnen und Konsumenten hin wichtig, um die Bedeutung klarzumachen. Für eine bessere Wirtschaftlichkeit ist es sinnvoll, neue Wege zu gehen und Produkte höher zu veredeln. Schlussendlich sind auch Mut, Tatendrang und eine persönliche Sinnhaftigkeit notwendig, um selbst ein Projekt der Agrarökologie umzusetzen.