Als „Gewerkschaft“ der Winzer:innen, trägt der Weinbauverband wesentlich dazu bei, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Betriebe bei ihrer Arbeit bestmöglich unterstützen. Dies wurde kürzlich demonstriert, als bis zum Ende des Vorjahres, im Rekordtempo eine Adaptierung des Burgenländischen Weinbaugesetzes, im Hinblick auf nicht gepflegte Weingärten, erwirkt wurde. Eine unabdingbare Maßnahme in Anbetracht der sich zuspitzenden Situation im Zusammenhang mit der Verbreitung der Goldgelben Vergilbung der Rebe (Flavescence dorée) und ihrem Vektor, der Amerikanischen Rebzikade.
Weinbaupräsident Andreas Liegenfeld informierte die zahlreichen Besucher:innen in seinen Ausführungen unter anderem über die Gründungsversammlung der Erzeugervereinigung Burgenland und die dramatische Situation betreffend die Goldgelbe Vergilbung der Rebe. Außerdem unterstrich er die Notwendigkeit, in Zeiten wie diesen, das Weinmarketing auf Einsteiger:innen auszurichten, damit Wein trinken einfacher wird. Weiters forderte er die Anwesenden auf, sich den Vortrag „Trends und Entwicklungen in der Weinbranche“ von Prof. Dr. Simone Loose (Hochschule Geisenheim), der am ÖWM-Marketingtag gezeigt wurde, anzusehen. Abschließend betonte er, dass weintouristische Maßnahmen zukünftig im Burgenland noch mehr an Bedeutung gewinnen werden, wodurch auch der Weinabsatz gesteigert werden soll. Außerdem rief er in Erinnerung, dass Umfrageergebnisse aus der Vergangenheit belegen, dass bei der ungestützten Abfrage, „Burgenland“ als mit Abstand wichtigste Weinherkunft hervorging, was positiv in die Zukunft blicken lässt.
Wein Burgenland Obmann Herbert Oschep verdeutlichte in seinen Grußworten die Wichtigkeit der Weinwirtschaft im Burgenland - die Bruttowertschöpfung durch die Weinwirtschaft beträgt 257,71 Millionen Euro. Und in der Landwirtschaft fallen fast 30 Prozent der Produktion auf den Weinbau. Er regte an, in einer fairen Diskussion rund um das neue Weingesetz, die Weichen für die Zukunft zu stellen, damit Burgenlands Winzer:innen weiterhin mit Qualitätsbewusstsein, Mut und Kreativität am nationalen und internationalen Markt erfolgreich sein können.
Landwirtschaftskammerpräsident Nikolaus Berlakovich hob ebenso die Wichtigkeit der Weinwirtschaft hervor und versicherte, sich weiterhin, mit voller Kraft, im Rahmen seiner Möglichkeiten im Zuge seiner Tätigkeit als Vizepräsident des EU-Bauernverbands COPA, für die Anliegen der Winzer:innen einzusetzen.
Der österreichische Weinbaupräsident NR Johannes Schmuckenschlager berichtete über gesetzliche Anpassungen, die den Weinbaubetrieben zukünftig Erleichterungen bringen sollen, sowie über geplante Marketingkampagnen zur Absatzsteigerung.
Stefan Kast von der Landwirtschaftskammer Österreich erläuterte das neue Weingesetz sowie die Erzeugervereinigungen, die laut diesem zu gründen sind, um zukünftig Herkunft und Qualität von Wein rechtlich zu definieren.
Präsident Liegenfeld lud anschließend zum traditionellen Mittagessen mit Weinverkostung ein, welches von den zahlreichen Winzer:innen und Gästen aus der Weinwirtschaft zum lockeren Austausch genutzt wurde. Einigkeit herrschte unter allen Anwesenden darüber, dass der Zusammenhalt innerhalb der Branche unabdingbar ist und dass man diese nicht krankreden braucht – der Wein hat Zukunft!
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Geschäftsführerin
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verena.kloeckl@lk-bgld.at
Weinbaupräsident Andreas Liegenfeld hielt Rückschau auf das vergangene Weinwirtschaftsjahr und erläuterte in seinen Ausführungen ebenso Wissenswertes, das aktuell für die Weinbautreibenden interessant ist.