Subklinische Ketose - die unsichtbare Handbremse im Stall
Die Milchkuh ist in der Lage, das bestehende Energiedefizit durch die Mobilisierung von Körperfett zu kompensieren. Bei einigen Tieren setzt dieser Prozess bereits vor der Abkalbung ein. Erkennbar ist dies an einem Anstieg der Konzentration freier Fettsäuren im Blut (NEFA = Non Esterified Fatty Acids), die infolge der Fettmobilisation aus dem Gewebe freigesetzt werden.
Der Stoffwechsel kann die anfallenden freien Fettsäuren nicht vollständig verarbeiten, weshalb ein Teil in der Leber gespeichert wird. Bei anhaltender Energieunterversorgung übersteigt die hohe Fettfreisetzung die Leistungsfähigkeit der Leber. In der Folge kommt es zur Verfettung der Leber, wodurch deren Funktion erheblich beeinträchtigt wird.
Für den Ab- und Umbau der freien Fettsäuren benötigt der Organismus Glukose. Steht aufgrund der negativen Energiebilanz nicht ausreichend Glukose zur Verfügung, kommt es zur vermehrten Bildung von Ketonkörpern wie Aceton, Acetacetat und β-Hydroxybuttersäure (BHB), die gesundheitsschädlich wirken können.
Zum Nachweis dieser Ketonkörper stehen Schnelltests auf Basis von Milch oder Harn zur Verfügung, deren Anwendung und Interpretation jedoch mit einem gewissen Aufwand verbunden sind. Eine umfassendere Beurteilung erlaubt die Untersuchung von Blutproben.
Darüber hinaus existiert ein Schnelltest, mit dem BHB direkt aus einem Bluttropfen bestimmt werden kann. Dieser ermöglicht dem Milchviehhalter eine rasche Einschätzung, ob eine subklinische oder bereits eine klinische Ketose vorliegt.
Der Stoffwechsel kann die anfallenden freien Fettsäuren nicht vollständig verarbeiten, weshalb ein Teil in der Leber gespeichert wird. Bei anhaltender Energieunterversorgung übersteigt die hohe Fettfreisetzung die Leistungsfähigkeit der Leber. In der Folge kommt es zur Verfettung der Leber, wodurch deren Funktion erheblich beeinträchtigt wird.
Für den Ab- und Umbau der freien Fettsäuren benötigt der Organismus Glukose. Steht aufgrund der negativen Energiebilanz nicht ausreichend Glukose zur Verfügung, kommt es zur vermehrten Bildung von Ketonkörpern wie Aceton, Acetacetat und β-Hydroxybuttersäure (BHB), die gesundheitsschädlich wirken können.
Zum Nachweis dieser Ketonkörper stehen Schnelltests auf Basis von Milch oder Harn zur Verfügung, deren Anwendung und Interpretation jedoch mit einem gewissen Aufwand verbunden sind. Eine umfassendere Beurteilung erlaubt die Untersuchung von Blutproben.
Darüber hinaus existiert ein Schnelltest, mit dem BHB direkt aus einem Bluttropfen bestimmt werden kann. Dieser ermöglicht dem Milchviehhalter eine rasche Einschätzung, ob eine subklinische oder bereits eine klinische Ketose vorliegt.
Praktische Durchführung des Blut-Schnelltests
Bei diesem Test ist keine Blutentnahme in ein Proberöhrchen erforderlich. Diese Entnahmeart ist nur dem Tierarzt vorbehalten. Für den Schnelltest reicht eine Hautpunktion aus, um einen Tropfen Blut zu bekommen. Dies ist im Rahmen der üblichen Tierhaltung und Tierpflege durch den Landwirt durchführbar.
Wenn der Test auf eine beginnende Ketose hindeutet, wäre nicht nur das Fütterungsregime durch den Tierhalter zu ändern, sondern es sollte der Tierarzt beigezogen werden, weil erste Anzeichen einer Krankheit vorliegen und eine Untersuchung und Behandlung von Tieren vom Tierarzt durchzuführen ist. Jeder Schnelltest auf Vorliegen bestimmter Körperzustände kann nur einen Hinweis liefern und keinesfalls eine umfassende Untersuchung und Diagnoseerstellung durch den Tierarzt ersetzen.
Für weiterführende Informationen steht die Broschüre "Subklinische Ketose" auf LK Online zur Verfügung.
Für spezielle Fragen zum Thema Ketose stehen die Fütterungsberater der Beratungsstelle Rinderhaltung gerne zur Verfügung (050/6902-1650).
Wenn der Test auf eine beginnende Ketose hindeutet, wäre nicht nur das Fütterungsregime durch den Tierhalter zu ändern, sondern es sollte der Tierarzt beigezogen werden, weil erste Anzeichen einer Krankheit vorliegen und eine Untersuchung und Behandlung von Tieren vom Tierarzt durchzuführen ist. Jeder Schnelltest auf Vorliegen bestimmter Körperzustände kann nur einen Hinweis liefern und keinesfalls eine umfassende Untersuchung und Diagnoseerstellung durch den Tierarzt ersetzen.
Für weiterführende Informationen steht die Broschüre "Subklinische Ketose" auf LK Online zur Verfügung.
Für spezielle Fragen zum Thema Ketose stehen die Fütterungsberater der Beratungsstelle Rinderhaltung gerne zur Verfügung (050/6902-1650).
Das Wichtigste in Kürze
- Der Energiebedarf einer Milchkuh verdoppelt sich nach der Abkalbung innerhalb weniger Tage. Die Energiebilanz in dieser Zeit fällt negativ aus.
- Vorgänge um den Geburtszeitraum haben maßgeblich Einfluss auf Stoffwechselerkrankungen.
- Blut-Schnelltestgeräte finden in der Praxis immer Zuspruch, weil rasch ein verwertbares Ergebnis zur Verfügung steht und so rasches Handeln des Landwirtes möglich ist.
- Ergebnisse von Schnelltestgeräten müssen richtig interpretiert werden.
- Subklinische Ketose liegt vor, wenn der BHB-Wert über 1,2 mmol/l liegt. Sie tritt am häufigsten zwischen dem 4. und 5. Tag nach der Kalbung auf.
- Propylenglykol in einer Menge von 350 - 400 ml pro Tier und Tag als Einmalgabe, hat sich in der Praxis zur Behandlung subklinischer Ketose bewährt.
- Zur nachhaltigen Verhinderung von subklinischen Ketosen sind gezielte Maßnahmen im Bereich Herdenmanagement, Haltung und Fütterung umzusetzen.