Soja als GPS silieren: Eine interessante Grundfutteralternative in Trockenjahren
Inhaltsstoffe und Futterwert
Silierte Soja-Ganzpflanzen weist Rohproteingehalte von 15 - 20% je kg TM auf. Die Energiegehalte liegen zwischen 5,4 und 6,2 MJ NEL je kg TM und sind damit mit einer mittelguten Grassilage vergleichbar (Quelle: Futtermittellabor Rosenau). Die Rohfasergehalte bewegen sich zwischen 20 - 30% in der Trockenmasse. Somit zeichnet sich Soja-GPS als eiweißbetontes Strukturfutter aus.
Der richtige Erntezeitpunkt
Der optimale Erntezeitpunkt ist gegeben, wenn die Hülsen gut ausgebildet sind und die Körner beginnen, die Hülsen vollständig auszufüllen. Die Ernte sollte jedenfalls noch vor bzw. spätestens bei der Verfärbung der ersten Blätter erfolgen. Das Material soll - wie bei der Grassilierung - nach der Mahd angewelkt werden.
Ernte und Silierung
Aufgrund der hohlen und faserreichen Stängel ist Verdichtung schwierig. Ein kurzer Schnitt ist sinnvoll. Ideal ist eine Silierung im Fahrsilo unter Mais oder Gras oder alternativ in Rundballen. Da Soja einen relativ geringen Gehalt an wasserlöslichen Zuckern besitzt und gleichzeitig durch den hohen Proteingehalt eine hohe Pufferkapazität aufweist, verläuft die Milchsäuregärung langsamer als bei Gras. Deshalb empfiehlt sich die Zugabe von homofermentativen Milchsäurebakterien. Diese fördern die pH-Absenkung.
Was ändert sich bei der Fütterung?
Sojasilage liefert vor allem Protein und Struktur. Somit kann sie einen Teil von Grassilage oder Kleegrassilage ersetzen. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Inhaltsstoffe empfiehlt sich eine Futteranalyse vor der Rationsgestaltung.