Rapsherbizidversuche der BWSB 2026
Es handelt sich um die bewährten Standorte in den Bezirken Steyr und Ried im Innkreis. Essenziell bei diesem Versuch ist der Verzicht auf die auswaschungsgefährdeten Wirkstoffe Metazachlor und Dimethachlor, um den Vorgaben der ÖPUL-Maßnahme „Vorbeugender Grundwasserschutz – Acker“ zu entsprechen. Die Bewertung erfolgt optisch und eine Ertragsauswertung wird nicht durchgeführt.
Versuchsvarianten im Überblick
Es gibt eine Vorauflauf-Variante und zwei für die Nachauflaufanwendung. Diese sehen aus wie folgt:
Vorauflauf:
1,25 l/ha Conaxis
(400 g/l Dimethenamid-P + 50 g/l Clomazone)
1,25 l/ha Conaxis
(400 g/l Dimethenamid-P + 50 g/l Clomazone)
Nachauflauf:
- 1,5 l/ha Tanaris + 0,25 l/ha Belkar, Anwendungszeitpunkt: ab BBCH 12
(333 g/l Dimethenamid-P + 167 g/l Quinmerac, 10 g/l Halauxifen-methyl + 48 g/l Picloram) - 2 l/ha Gajus + 1 l/ha Tanaris, Anwendungszeitpunkt: BBCH 10-14
(400 g/l Pethoxamid + 8 g/l Picloram, 333 g/l Dimethenamid-P + 167 g/l Quinmerac)
Versuchsbericht
Die Voraussetzungen waren heuer durch die langen regenlosen und heißen Perioden geprägt. Es waren bei der Bodenbearbeitung, dem Anbau und der Pflanzenschutzmittelanwendung fachliche Expertise gefragt, um die Restfeuchtigkeit bestmöglich zu nutzen. Die Versuchsanlage war ein unwiederholter Streifenversuch auf mindestens 0,5 Hektar je Versuchsvariante. Ein unbehandeltes Spritzfenster wurde freigelassen.
Der Anbau erfolgte in der letzten Augustwoche. Davor wurde an beiden Standorten Kalk ausgebracht. Die Unterschiede an den Standorten sind die Anbauverfahren, wobei der Raps im Innviertel in Mulchsaat bzw. in Steyr mittels Einzelkornsätechnik nach dem Pflügen angebaut wurde. Bei der Mulchsaat zeigt sich ein leicht höherer Unterkrautdruck. Durch die Einzelkornsaat im Bezirk Steyr wurde erstmals ein Aufgang von Ausfallraps erkannt, trotz vierjähriger Anbaupause am Standort. Der Unkrautdruck zeigt sich generell gering.
An beiden Standorten ist der Rapsbestand homogen und gut entwickelt.
Im Bezirk Steyr waren Weißer Gänsefuß, Vielsamiger Gänsefuß und Beta-Rüben auffindbar. Dazu kamen Disteln, etwas Ausfallgetreide und Vogelmiere.
Im Bezirk Ried im Innkreis wurden Weißer Gänsefuß, Vielsamiger Gänsefuß und Vogelmiere vorgefunden. Sehr selten waren Rote Taubnessel sowie Floh- und Ampfer-Knöterich. Im Spritzfenster waren die gleichen Unkrautarten etabliert, mit jedoch sehr viel größerer Anzahl.
Am Standort im Innviertel war die Vogelmiere in der Nachauflauf-Variante 2 am häufigsten vorhanden, was durch Lücken im Bestand begünstig wurde. Die Beobachtung der Vogelmiere ist essenziell, um eventuell einen Einsatz von Kerb FLO im späten Herbst durchzuführen. Über die weitere Entwicklung wird im nächsten Artikel nach einer weiteren Besichtigung berichtet.
Der Anbau erfolgte in der letzten Augustwoche. Davor wurde an beiden Standorten Kalk ausgebracht. Die Unterschiede an den Standorten sind die Anbauverfahren, wobei der Raps im Innviertel in Mulchsaat bzw. in Steyr mittels Einzelkornsätechnik nach dem Pflügen angebaut wurde. Bei der Mulchsaat zeigt sich ein leicht höherer Unterkrautdruck. Durch die Einzelkornsaat im Bezirk Steyr wurde erstmals ein Aufgang von Ausfallraps erkannt, trotz vierjähriger Anbaupause am Standort. Der Unkrautdruck zeigt sich generell gering.
An beiden Standorten ist der Rapsbestand homogen und gut entwickelt.
Im Bezirk Steyr waren Weißer Gänsefuß, Vielsamiger Gänsefuß und Beta-Rüben auffindbar. Dazu kamen Disteln, etwas Ausfallgetreide und Vogelmiere.
Im Bezirk Ried im Innkreis wurden Weißer Gänsefuß, Vielsamiger Gänsefuß und Vogelmiere vorgefunden. Sehr selten waren Rote Taubnessel sowie Floh- und Ampfer-Knöterich. Im Spritzfenster waren die gleichen Unkrautarten etabliert, mit jedoch sehr viel größerer Anzahl.
Am Standort im Innviertel war die Vogelmiere in der Nachauflauf-Variante 2 am häufigsten vorhanden, was durch Lücken im Bestand begünstig wurde. Die Beobachtung der Vogelmiere ist essenziell, um eventuell einen Einsatz von Kerb FLO im späten Herbst durchzuführen. Über die weitere Entwicklung wird im nächsten Artikel nach einer weiteren Besichtigung berichtet.