Pflanzenschutzwarndienst der Burgenländischen Landwirtschaftskammer
Pflanzenschutzempfehlungen im Weinbau
Schorf - Kernobst:
Die Primärinfektionen sind abgeschlossen, dennoch sollten weiterhin Schorfkontrollen durchgeführt werden. Bei Befallsfreiheit kann der Behandlungsabstand vergrößert werden. Werden Niederschläge oder starke Taubildung erwartet, sollte eine Belagserneuerung nach ca. 14 Tagen bzw. nach 40-50mm Niederschlag erfolgen. Ist Schorfbefall vorhanden, so müssen kürzere Behandlungsabstände gewählt werden. Im Sommer sollten vorwiegend Captan-Produkte verwendet werden. Damit Captan max. 5x/Jahr eingesetzt werden kann, müssen verschiedene Produkte verwendet werden. Zugelassene PSM sind z.B.: Captan Plus 80 WDG, Malvin WG, Merpan 80 WDG
Apfelwickler - Kernobst:
Der Flug und die Eiablage der zweiten Generation haben begonnen. In den nächsten Tagen erfolgt der Raupenschlupf.
Die Anwendungen von Granuloseviren weiter konsequent fortsetzten. Zur Bekämpfung der zweiten Generation wird Affirm Opti (bienengefährlich! max. 3x, 7 Tage Wartezeit) empfohlen. Behandlungen eher abends durchführen (geringe UV-Stabilität, bienengefährlich). Man kann mit einer Wirkungsdauer von ca. 10 Tagen rechnen.
Rostmilben - Kernobst, Zwetschke:
Bei Befall erzielt man mit dem Einsatz von Netzschwefel eine gute Nebenwirkung. Bei hohen Temperaturen über 30°C sollte auf Schwefelanwendungen verzichtet werden.
Monilia - Steinobst:
Reifende Kulturen weiterhin konsequent behandeln. In den letzten 3 Wochen vor Erntebeginn wird eine konsequente Bekämpfung empfohlen. Behandlungen mit einem zugelassenen Monilia-Fungizid durchführen. Wartezeiten und Anwendungshäufigkeiten beachten!
Pflaumenwickler - Zwetschke:
Der Flug und die Eiablage der zweiten Generation ist bereits im Gange. In den nächsten Tagen erfolgt der Raupenschlupf. Um einen Fruchtbefall zu vermeiden, sollte die gesamte zweite Generation konsequent bekämpft werden. Zur Bekämpfung wird ab Larvenschlupf der zweiten Generation der Einsatz von Coragen (bienengefährlich! max. 0,175 l/ha, max. 1x, Wartezeit 14 Tage) empfohlen. Nach einer Anwendung kann mit einer Wirkungsdauer von ca. 2-3 Wochen gerechnet werden. Wurde Coragen bereits eingesetzt, ist eine weitere Bekämpfung mit Affirm Opti (bienengefährlich, max. 3x, Wartezeit 7 Tage) möglich. Behandlungen eher abends durchführen (geringe UV-Stabilität, bienengefährlich).
Pfirsichwickler:
Ein Fruchtschutz sollte in den letzten 4 Wochen vor der Reife konsequent durchgeführt werden. Generell wird die laufende Anwendung von Madex Twin bis zum Erntestart empfohlen. Coragen (bienengefährlich! Wartezeit 14 Tage) darf max. 1x/ Jahr eingesetzt werden. Nach einer Anwendung kann mit ca. 2-3 Wochen Wirkungsdauer gerechnet werden
Kirschessigfliege - Steinobst:
Bei reifenden Früchten ab dem Weichwerden der Schale kann mit einem Befall gerechnet werden. Ab diesen Zeitpunkt ist empfehlenswert, laufend Befallskontrollen durchzuführen (Wasserbad-Methode). Bei Bedarf wird eine Bekämpfung mit SpinTor (bienengefährlich! max. 0,3l/ha, max. 2x, Wartezeit 3 Tage) empfohlen.
Achtung! Pflanzenschutzmittel Alcoban 700 WG mit 30. Juni 2026 entregistriert!
Das Pflanzenschutzmittel Alcoban 700 WG (Reg.-Nr. 3450-901), bisher für die Anwendung bei Apfel und Birne zugelassen, wurde auf Antrag des Zulassungsinhabers mit 30. Juni 2026 entregistriert. Der Zulassungsinhaber hat darüber hinaus beantragt, dass keine Abverkaufs- und Aufbrauchsfrist gewährt wird. Demnach ist jede Anwendung von Alcoban 700 WG seit dem 1. Juli 2026 unzulässig.
Ing Tibor Vertes
Die Primärinfektionen sind abgeschlossen, dennoch sollten weiterhin Schorfkontrollen durchgeführt werden. Bei Befallsfreiheit kann der Behandlungsabstand vergrößert werden. Werden Niederschläge oder starke Taubildung erwartet, sollte eine Belagserneuerung nach ca. 14 Tagen bzw. nach 40-50mm Niederschlag erfolgen. Ist Schorfbefall vorhanden, so müssen kürzere Behandlungsabstände gewählt werden. Im Sommer sollten vorwiegend Captan-Produkte verwendet werden. Damit Captan max. 5x/Jahr eingesetzt werden kann, müssen verschiedene Produkte verwendet werden. Zugelassene PSM sind z.B.: Captan Plus 80 WDG, Malvin WG, Merpan 80 WDG
Apfelwickler - Kernobst:
Der Flug und die Eiablage der zweiten Generation haben begonnen. In den nächsten Tagen erfolgt der Raupenschlupf.
Die Anwendungen von Granuloseviren weiter konsequent fortsetzten. Zur Bekämpfung der zweiten Generation wird Affirm Opti (bienengefährlich! max. 3x, 7 Tage Wartezeit) empfohlen. Behandlungen eher abends durchführen (geringe UV-Stabilität, bienengefährlich). Man kann mit einer Wirkungsdauer von ca. 10 Tagen rechnen.
Rostmilben - Kernobst, Zwetschke:
Bei Befall erzielt man mit dem Einsatz von Netzschwefel eine gute Nebenwirkung. Bei hohen Temperaturen über 30°C sollte auf Schwefelanwendungen verzichtet werden.
Monilia - Steinobst:
Reifende Kulturen weiterhin konsequent behandeln. In den letzten 3 Wochen vor Erntebeginn wird eine konsequente Bekämpfung empfohlen. Behandlungen mit einem zugelassenen Monilia-Fungizid durchführen. Wartezeiten und Anwendungshäufigkeiten beachten!
Pflaumenwickler - Zwetschke:
Der Flug und die Eiablage der zweiten Generation ist bereits im Gange. In den nächsten Tagen erfolgt der Raupenschlupf. Um einen Fruchtbefall zu vermeiden, sollte die gesamte zweite Generation konsequent bekämpft werden. Zur Bekämpfung wird ab Larvenschlupf der zweiten Generation der Einsatz von Coragen (bienengefährlich! max. 0,175 l/ha, max. 1x, Wartezeit 14 Tage) empfohlen. Nach einer Anwendung kann mit einer Wirkungsdauer von ca. 2-3 Wochen gerechnet werden. Wurde Coragen bereits eingesetzt, ist eine weitere Bekämpfung mit Affirm Opti (bienengefährlich, max. 3x, Wartezeit 7 Tage) möglich. Behandlungen eher abends durchführen (geringe UV-Stabilität, bienengefährlich).
Pfirsichwickler:
Ein Fruchtschutz sollte in den letzten 4 Wochen vor der Reife konsequent durchgeführt werden. Generell wird die laufende Anwendung von Madex Twin bis zum Erntestart empfohlen. Coragen (bienengefährlich! Wartezeit 14 Tage) darf max. 1x/ Jahr eingesetzt werden. Nach einer Anwendung kann mit ca. 2-3 Wochen Wirkungsdauer gerechnet werden
Kirschessigfliege - Steinobst:
Bei reifenden Früchten ab dem Weichwerden der Schale kann mit einem Befall gerechnet werden. Ab diesen Zeitpunkt ist empfehlenswert, laufend Befallskontrollen durchzuführen (Wasserbad-Methode). Bei Bedarf wird eine Bekämpfung mit SpinTor (bienengefährlich! max. 0,3l/ha, max. 2x, Wartezeit 3 Tage) empfohlen.
Achtung! Pflanzenschutzmittel Alcoban 700 WG mit 30. Juni 2026 entregistriert!
Das Pflanzenschutzmittel Alcoban 700 WG (Reg.-Nr. 3450-901), bisher für die Anwendung bei Apfel und Birne zugelassen, wurde auf Antrag des Zulassungsinhabers mit 30. Juni 2026 entregistriert. Der Zulassungsinhaber hat darüber hinaus beantragt, dass keine Abverkaufs- und Aufbrauchsfrist gewährt wird. Demnach ist jede Anwendung von Alcoban 700 WG seit dem 1. Juli 2026 unzulässig.
Ing Tibor Vertes
Pflanzenschutzempfehlungen im Weinbau:
Wir stehen unmittelbar vor Reifebeginn. Vereinzelt beginnen sich die ersten Beeren bereits zu verfärben. Bis zum Wochenende wird wechselhaftes und unbeständiges Wetter vorhergesagt. Regenschauer sind jederzeit möglich.
Wegen der unbeständigen Witterung sollte eher auf tiefenwirksame Peronosporamittel zurückgegriffen werden. Beispiele sind: Melody Comby, Pergado, Enervin SC, Mildicut, Zorvec Zelavin und andere.
Die Oidiumgefahr lässt zwar nach, aber Infektionen sind weiterhin möglich. Setzen Sie auf eine Kombination aus Netzschwefel und einem synthetischen Oidiumfungizid. Wegen der großen Hitze sollte die Schwefelkonzentration verringert werden, maximal 0,8%ig. Beispiele für Oidiummittel sind: Revyona, Vivando, Talendo extra, Nissovin, Dynali, Sercadis, Kusabi, Collis oder Flint Max.
Bei manchen lockerbeerigen Sorten wie Blaufränkisch besteht noch immer die Möglichkeit das Stielgerüst mit Spezialbotrytismitteln zu treffen. Bei besonders hochwertigen Trauben kann eine zweite Behandlung zu Reifebeginn bzw. Farbumschlag Sinn machen. Produktbeispiele wären: Scala, Pyrus, Avalon, Switch, Sinclaire oder Teldor WG. Ansonsten nutzen Sie die Botrytisnebenwirkung anderer Produkte.
Fast täglich werden neue Krankheitsherde der Quarantänekrankheit Goldgelbe Vergilbung entdeckt. Neben einer Vektorenbekämpfung ist auch das Roden kranker Stöcke und nicht gepflegter Weingärten eine wichtige Maßnahme. Details zur verpflichtenden Bekämpfung in der Befalls- und Sicherheitszone finden Sie an der Anschlagtafel Ihrer Gemeinde.
Wenn Sie im Vorjahr Probleme mit Stiellähme hatten, dann kann eine rechtzeitige Blattdüngung mit einem magnesiumhältigen Produkt (wie zum Beispiel Bittersalz) eine Verbesserung bringen. Seien Sie jedoch beim Ausbringen von Blattdüngern bei großer Hitze vorsichtig. Es besteht eventuell die Gefahr von Blattverbrennungen.
Ing. Gerhard Steinhofer
Wegen der unbeständigen Witterung sollte eher auf tiefenwirksame Peronosporamittel zurückgegriffen werden. Beispiele sind: Melody Comby, Pergado, Enervin SC, Mildicut, Zorvec Zelavin und andere.
Die Oidiumgefahr lässt zwar nach, aber Infektionen sind weiterhin möglich. Setzen Sie auf eine Kombination aus Netzschwefel und einem synthetischen Oidiumfungizid. Wegen der großen Hitze sollte die Schwefelkonzentration verringert werden, maximal 0,8%ig. Beispiele für Oidiummittel sind: Revyona, Vivando, Talendo extra, Nissovin, Dynali, Sercadis, Kusabi, Collis oder Flint Max.
Bei manchen lockerbeerigen Sorten wie Blaufränkisch besteht noch immer die Möglichkeit das Stielgerüst mit Spezialbotrytismitteln zu treffen. Bei besonders hochwertigen Trauben kann eine zweite Behandlung zu Reifebeginn bzw. Farbumschlag Sinn machen. Produktbeispiele wären: Scala, Pyrus, Avalon, Switch, Sinclaire oder Teldor WG. Ansonsten nutzen Sie die Botrytisnebenwirkung anderer Produkte.
Fast täglich werden neue Krankheitsherde der Quarantänekrankheit Goldgelbe Vergilbung entdeckt. Neben einer Vektorenbekämpfung ist auch das Roden kranker Stöcke und nicht gepflegter Weingärten eine wichtige Maßnahme. Details zur verpflichtenden Bekämpfung in der Befalls- und Sicherheitszone finden Sie an der Anschlagtafel Ihrer Gemeinde.
Wenn Sie im Vorjahr Probleme mit Stiellähme hatten, dann kann eine rechtzeitige Blattdüngung mit einem magnesiumhältigen Produkt (wie zum Beispiel Bittersalz) eine Verbesserung bringen. Seien Sie jedoch beim Ausbringen von Blattdüngern bei großer Hitze vorsichtig. Es besteht eventuell die Gefahr von Blattverbrennungen.
Ing. Gerhard Steinhofer