Eisenstadt, 08. Mai 2026 – Gestern wurden bei der Landesweinprämierung Burgenland 2026 – dem größten und härtesten Weinwettbewerb des Landes - die 18 Landessieger im feierlichen Rahmen im Schloss Esterhazy in Eisenstadt ausgezeichnet. Im Mittelpunkt standen die herausragenden Weine der burgenländischen Winzerinnen und Winzer, die mit ihrem Engagement, ihrer Innovationskraft und ihrem Gespür für Tradition den Weinbau im Land auf höchstem Niveau halten. Auch heuer war das Burgenland das erste Bundesland, das die Ergebnisse der Landesweinprämierung 2026 verkündete. Dadurch haben die Betriebe den Vorteil, ihre Auszeichnungen ab sofort für marketingtechnische Zwecke nutzen zu können – Beispielsweise bei den zahlreichen, gut besuchten Weinveranstaltungen im ganzen Land. Bereits Mitte April konnte die 7-tägige Verkostung im Burgenland, noch vor den anderen größeren weinbautreibenden Bundesländern, durchgeführt werden.
Insgesamt wurden dieses Jahr über 1.350 Proben zur Weinprämierung Burgenland eingereicht. Die Weine wurden in 3er-Flights von insgesamt 40 Koster:innen – allesamt ausgewiesene Weinexpert:innen vom Bundesamt für Weinbau und der Praxis sowie Diplomsommeliers mit amtlicher Kostprüfung, Weinakademiker:innen und Weinexpert:innen aus den Landwirtschaftskammern – in 20 Kommissionen bewertet. Das Besondere an der Landesweinprämierung ist, dass die Weine und Sekte „verdeckt“ verkostet werden. Das bedeutet, dass die Koster:innen bei der Verkostung nicht wissen, wer den verkosteten Wein produziert hat, was zu einer objektiven Bewertung beiträgt.
Die offizielle Weinprämierung des Burgenlandes
Bei der Weinprämierung Burgenland 2026 wurden 563 Weine mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ins Finale haben es 101 Weine von 61 Betrieben geschafft. Als „Weingut des Jahres 2026“ wurde heuer, wie im Vorjahr, der Winzerhof Kiss aus Jois geehrt. Alle zehn eingereichten Weine des Betriebs wurden mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Zusätzlich konnte von drei Finalweinen der Cabernet Sauvignon Neuberg 2024 den Landessieg einfahren – in der Kategorie „Internationale Rotweinsorten“. Insgesamt wurden in 18 Kategorien 16 Betriebe ausgezeichnet, da das Weingut Markus IRO aus Gols in drei Kategorien, „Zweigelt Reserve“, „St. Laurent & Pinot Noir“ sowie „Perl- und Schaumweine“ als Landessieger geehrt wurde. Neben den alljährlichen altbekannten „Fixbetrieben“ unter den Finalisten bzw. Landessiegern haben es im heurigen Jahr auch einige neue Betriebe, wie etwa der Weinbau Hafner aus Podersdorf am See, der Heurige Edelmühle aus Au am Leithaberge und Eder am Spitz aus Leithaprodersdorf ins Finale geschafft. Das Weingut Anna Hoffmann aus Mönchhof war zwar schon einige Male im Finale dabei, mit dem Landessieg wurde es heuer jedoch das erste Mal ausgezeichnet. Mit jeweils fünf Weinen bzw. Sekten haben das Weingut Markus IRO sowie die A-NOBIS Sektkellerei Norbert Szigeti aus Gols, so viele Produkte wie sonst kein Betrieb im Finale der Weinprämierung Burgenland 2026. Mit jeweils vier Finalisten vertreten sind das Weingut Steindorfer aus Apetlon, das Seegut Lentsch aus Podersdorf am See, das Weingut Gebrüder Nittnaus aus Gols sowie die Winzer Neckenmarkt. Nicht unerwähnt bleiben sollte der Weinhof & Buschenschank Koglmann aus Neusiedl bei Güssing, der es mit einem Gelben Muskateller ins Finale geschafft hat und somit den am südlichsten liegenden Finalbetrieb darstellt.
„Die burgenländische Weinwirtschaft ist ein starkes Aushängeschild unserer Landwirtschaft und steht für Qualität, Innovation und regionale Identität. Die Landesweinprämierung macht diese Leistungen sichtbar und ist ein wichtiger Gradmesser für das hohe Niveau unserer Winzerinnen und Winzer. Die große Zahl an Einreichungen – über 1.350 - und die ausgezeichnete Qualität zeigen, mit welchem Engagement und Know-how in den rund 2.224 Weinbaubetrieben gearbeitet wird. Gleichzeitig bieten die Auszeichnungen eine wertvolle Orientierung für Konsumentinnen und Konsumenten und sind ein bedeutender Impuls für die Vermarktung. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, Tradition mit Innovation zu verbinden und flexibel auf neue Entwicklungen zu reagieren. Die burgenländischen Winzerinnen und Winzer beweisen hier eindrucksvoll ihre Stärke und Zukunftsfähigkeit. Als Landwirtschaftskammer Burgenland werden wir weiterhin alles daransetzen, die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Weinwirtschaft durch Beratung, Ausbildung und Innovation zu unterstützen. Solche Veranstaltungen tragen auch dazu bei, den Wein emotional erlebbar zu machen. Es geht nicht nur um ein Produkt, sondern um ein Lebensgefühl, um Tradition und um regionale Identität und den Wein erlebbar zu machen. Ich gratuliere allen ausgezeichneten Betrieben herzlich zu ihren Erfolgen und wünsche den Winzerinnen und Winzern auch in Zukunft, dass sie ihren Qualitätsweg konsequent weitergehen“, betont der Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland, Nikolaus Berlakovich.
„Es herrscht merkbar Aufbruchsstimmung in der burgenländischen Winzerschaft - nicht nur die Vegetation präsentiert sich von ihrer besten Seite, auch die zahlreichen Weinveranstaltungen im Frühjahr sind rekordverdächtigt besucht. Dort haben die Besucher:innen die Möglichkeit, den Topjahrgang 2025, der sich im gesamten Burgenländischen Weinportfolio widerspiegelt, direkt bei der Winzerin oder dem Winzer zu verkosten. Der ideale Vegetationsverlauf des letzten Jahres, wurde zwar vereinzelt durch Wetterextreme unterbrochen, die etwas mehr Arbeitsintensität zur Folge hatten. Die sorgfältige und penible Weingartenarbeit der burgenländischen Winzer:innen führte jedoch wieder dazu, dass sehr gute Qualitäten geerntet werden konnten. Weißweine präsentieren sich präzise und feinfruchtig, Rotweine fruchtbetont und strukturiert aber auch durchaus charaktervoll. Besonders erfolgreich verlief die Prädikatsweinlese mit hoher Qualität und ausgeprägter Säure. Die tiefen Temperaturen zum Jahreswechsel ermöglichten auch wieder eine Eiswein-Ernte. Die Kombination aus jungen Winzertalenten mit Top-Ausbildung und langjähriger Erfahrung in unseren Betrieben beweist einmal mehr die Spitzenposition der burgenländischen Weinwirtschaft. Die Auszeichnung im Rahmen der Burgenländischen Weinprämierung stellt für viele Betriebe eine wesentliche Unterstützung beim Verkauf ihrer Weine dar, was in Zukunft, wenn der Weintourismus im Burgenland weiter zunimmt, noch wichtiger werden wird. Nach wie vor stellt der Ab-Hof-Verkauf das stärkste Kundenbindungsinstrument dar. Für die Weinkonsument:innen wird es spürbar wichtiger, die Weine dort zu verkosten, wo sie produziert werden, am Betrieb selbst. Die zu erlangenden Auszeichnungen dienen den Weinkonsument:innen als wichtige Orientierungshilfe bei der Weinauswahl“, so Ök.-Rat Andreas Liegenfeld, Weinbaupräsident.
„Der Organisatorin der Burgenländischen Landesweinprämierung, Frau Verena Klöckl sowie ihrem Team gratulieren wir zur raschen und guten Durchführung der Landesweinprämierung. Wir bedanken uns für die gewissenhafte Arbeit. Das hervorragende Image burgenländischer Qualitätsweine wird durch Veranstaltungen wie die der Landesweinprämierung Burgenland national und auch auf internationaler Ebene gestärkt und erreicht dadurch immer mehr Bekanntheit. Wir gratulieren allen Weinbaubetrieben zu ihren herausragenden Leistungen und der Entscheidung, sich dem härtesten Weinwettbewerb des Landes zu stellen“, so LK-Präsident Berlakovich und Weinbaupräsident Liegenfeld unisono.
Die Organisatoren bedanken sich bei den Sponsoren „Österreichische Hagelversicherung“, „UNIQA“, „Raiffeisen“, „BT-Watzke“, „Römerquelle“ und „Marzek“ für die Unterstützung.
Landessiegerpaket bestellen
Es besteht die Möglichkeit beim Weinwerk Burgenland in Neusiedl/See unter 02167/207 05 bzw. vinothek@weinwerk-burgenland.at ein Paket mit allen 18 Landessiegern zu bestellen.