Jagdsaison 2025/2026 in Österreich: Weniger Abschüsse und mehr Wildverluste
Im Jagdjahr 2025/2026 lag die Zahl der Abschüsse laut Statistik Austria
bei insgesamt 690.500. Das sind um 4,8% weniger als in der Saison 2024/2025. Dabei
wurde um 5,4% weniger Haarwild (590.800) und 1,1% weniger Federwild (99.700) erlegt. Im gleichen Zeitraum gab es deutlich mehr Wildverluste (+21,5%).
Haarwildabschüsse: Mehr Schwarzwild und Füchse, weniger Hasen erlegt
In der Jagdsaison 2025/2026 gab es insgesamt 590.800 Abschüsse von Haarwild (-5,4%. Mit 428.000 (+5,2%) entfielen die meisten davon auf Schalenwild, darunter 296.900 auf Rehwild (+1,3%), 59.500 auf Rotwild (+3,1%), 43.900 auf Schwarzwild (+51,2%) und 22.200 auf Gamswild (+0,1%). Der Großteil der Abschüsse an sonstigem Haarwild (162.800; -25,1%) fiel auf Füchse (64.400; +6,3%), Hasen
(44.800; -57,2%), Marder (22.900; +5,0%), Dachse (11.000; +10,5%) und Wiesel (6.400; -13,6%).
Rückgang bei Federwildabschüssen
Die Zahl der Abschüsse von Federwild sank im Vergleich zum Jagdjahr 2024/2025 um 1,1% auf rund 99.700. Fasane bildeten mit 54.100 Abschüssen (-2,0%) die größte Gruppe erlegten Federwilds. Mehr Abschüsse als im Vorjahr gab es 2025/2026 bei der Anzahl erlegter Wildenten (28.900; +5,8%), Rebhühner (2.600; +1,9%) und Wildgänsen (1.700; +4,6%), während die Abschusszahlen von Wildtauben (8.900; -12,5%) und Birkwild (1-400; -6,1%) zurückgingen.
Deutlicher Anstieg bei Wildverlusten
Straßenverkehr, ungünstige Witterungsverhältnisse oder Krankheiten führten im Jagdjahr 2025/2026 zu insgesamt 140.300 Wildverlusten. Das sind um 21,5% mehr als in der Saison 2024/2025. Die am meisten betroffenen Arten waren Rehwild (63.800; -7,5%), Hasen (55.600; +120,8%), Fasane (6.600; -10,7%) und Füchse (2.900; +0,4%). Mit einem Anteil von 46,4% fielen insgesamt 65.000 Tiere (±0,0%) dem Straßenverkehr zum Opfer. Die restlichen 53,6% wurden als sonstige Verluste gemeldet, welche im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Zuwachs von 49,1% auf 75.200 aufwiesen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die höheren Verluste bei Hasen (40.200; +379,2%) zurückzuführen, die mit dem Ausbruch der Myxomatose (Kaninchenpest) im Jahr 2025 in Zusammenhang stehen.
Weniger Jagdgastkarten ausgegeben
139.600 gültige Jahresjagdkarten (±0,0%) wurden in der Jagdsaison 2025/2026 ausgestellt. Mit einem Minus von 5,3% ging die Zahl der ausgegebenen Jagdgastkarten mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer auf 10.900 zurück. Im Zehnjahresvergleich nahm die Anzahl der Jahresjagdkarten um
13,7% zu und die der Jagdgastkarten um 21,0% ab.