Hundekot auf Wiesen und Feldern - eine unterschätzte Gefahr
Gerade in den Monaten, in denen Wiesen gemäht und anschließend als Futter für Rinder, Pferde, Schafe oder andere Nutztiere verwendet werden, ist besondere Rücksicht gefragt. Hundekot kann Krankheitserreger und Parasiten enthalten, die über das verunreinigte Gras in das Futter gelangen können.
Wieviel hinterlässt ein Hund?
Ein Hund hinterlässt erstaunlich viel. Wie groß die Menge tatsächlich sein kann, wird häufig unterschätzt. Ein durchschnittlicher erwachsener Hund setzt etwa ein- bis zweimal täglich Kot ab. Je nach Größe und Fütterung können dabei ungefähr 50 - 500 g pro Tag zusammenkommen. Das bedeutet: Ein einzelner Hund kann im Laufe eines Jahres durchaus mehrere Dutzend bis weit über 100 kg Hundekot produzieren. Was bei einem einzelnen Spaziergang nach wenig aussieht, summiert sich schnell - insbesondere dort, wo viele Hunde unterwegs sind. Auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen kann das zu einem erheblichen Problem werden.
Eine unsichtbare Gefahr im Futter
Beim Mähen wird der Hundekot häufig nicht einfach beseitigt. Vielmehr können Kot und darin enthaltene Keime durch die landwirtschaftlichen Maschinen verteilt und mit dem Gras vermischt werden. Wird dieses Gras anschließend zu Heu oder Silage verarbeitet, landen die Verunreinigungen im Futter.
Besonders problematisch sind bestimmte Parasiten und Krankheitserreger. Für Nutztiere kann die Aufnahme verunreinigten Futters gesundheitliche Folgen haben. Bei trächtigen Tieren können einige Erreger sogar zu schweren Erkrankungen oder Fehlgeburten führen.
Besonders problematisch sind bestimmte Parasiten und Krankheitserreger. Für Nutztiere kann die Aufnahme verunreinigten Futters gesundheitliche Folgen haben. Bei trächtigen Tieren können einige Erreger sogar zu schweren Erkrankungen oder Fehlgeburten führen.
Nicht nur ein Ärgernis für Bäuerinnen und Bauern
Hundekot ist deshalb mehr als ein unschönes Ärgernis. Für Landwirtinnen und Landwirte bedeutet die Verunreinigung ihrer Flächen zusätzlichen Aufwand und ein Risiko für die Qualität des Futters, das sie für ihre Tiere produzieren.
Auch Spaziergänger:innen, Familien und andere Erholungssuchende möchten saubere Wege und Wiesen vorfinden. Niemand möchte beim Spazierengehen in einen Hundehaufen treten oder Kinder auf einer verschmutzten Wiese spielen lassen.
Auch Spaziergänger:innen, Familien und andere Erholungssuchende möchten saubere Wege und Wiesen vorfinden. Niemand möchte beim Spazierengehen in einen Hundehaufen treten oder Kinder auf einer verschmutzten Wiese spielen lassen.
Jeder Hundebesitzer kann Verantwortung übernehmen
Die Lösung ist denkbar einfach: Hundekot aufnehmen und ordnungsgemäß entsorgen. Gefüllte Beutel gehören in einen dafür vorgesehenen Abfallbehälter und keinesfalls in die Landschaft - auch nicht an den Rand von Wiesen, Feldern oder Wegen.
Dabei gilt: Auch wenn der Hund "nur kurz" auf eine Wiese läuft oder der Haufen klein ist, sollte der Kot entfernt werden. Gerade weil die möglichen Krankheitserreger mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, ist Vorsicht wichtig.
Dabei gilt: Auch wenn der Hund "nur kurz" auf eine Wiese läuft oder der Haufen klein ist, sollte der Kot entfernt werden. Gerade weil die möglichen Krankheitserreger mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, ist Vorsicht wichtig.
Fazit
Ein Hundehaufen mag klein aussehen - die Folgen können es nicht sein. Wenn jeder Hundebesitzer bzw. jede Hundebesitzerin den Kot ihres Tieres zuverlässig aufnehmen, kann damit ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Nutztiere, unserer Landwirtschaft und unserer gemeinsamen Umwelt geleistet werden. Rücksichtnahme kostet nur wenige Sekunden, hilft aber dabei, die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern zu respektieren und unsere Landschaft sauber zu halten.