Die Asiatische Hornisse - erkennen, verstehen, handeln
Herkunft und Verbreitung der Vespa velutina
Ursprünglich stammt die "Asiatische Hornisse", wie sie umgangssprachlich genannt wird, aus Zentral- und Ostasien. Im Jahr 2004 wurde sie nach Frankreich eingeschleppt. Als invasive Art ist sie bereits in weiten Teilen Westeuropas verbreitet und kommt mittlerweile auch in den Nachbarländern Österreichs vor. 2024 wurde in der Stadt Salzburg erstmals eine einzelne Königin der Asiatischen Hornisse gesichtet, über die offizielle Meldestelle gemeldet und von der AGES als Einzelfund ohne etabliertes Nest bestätigt. Im Juni 2026 wurden zwei Primärnester der Hornisse in Vorarlberg gesichtet und erfolgreich entfernt. (AGES, 2026)
Aussehen
Die Asiatische Hornisse ist geringfügig kleiner als die Europäische Hornisse, die Körperlänge beträgt zwischen 17 und 32 mm. Auffallend ist die überwiegend schwarze Körperfärbung mit einem breiten orangen Band auf dem Hinterleib und einer feinen gelben Linie am ersten Segment. Die Beinenden sind gelb gefärbt. (AGES, 2026)
Lebenszyklus
Jetzt im Herbst schlüpfen die Geschlechtstiere (Jungköniginnen und Männchen) und verlassen das Nest. Ein einziges Volk kann dabei bis zu 200 neue Jungköniginnen hervorbringen. Diese werden befruchtet und überwintern, während das alte Volk mit Königin, Arbeiterinnen und den Männchen abstirbt.
Im nächsten Frühjahr gründen die überwinterten Jungköniginnen neue Nester - die Primärnester. Hier kümmert sich jede Königin selbst um Nestbau und Brutpflege: Sie legt Eier, sammelt Futter und versorgt die Larven. Sobald das Volk herangewachsen ist und ausreichend sterile Arbeiterinnen geschlüpft sind, wird ein neues Nest gebaut - das Sekundärnest. Ab diesem Zeitpunkt ist die Königin nur mehr für die Eiablage zuständig.
Primärnester sind relativ klein und meist in Bodennähe zu finden. Sekundärnester befinden sich häufig in Baumkronen und können sehr groß und birnenförmig sein. (AGES, 2026)
Im nächsten Frühjahr gründen die überwinterten Jungköniginnen neue Nester - die Primärnester. Hier kümmert sich jede Königin selbst um Nestbau und Brutpflege: Sie legt Eier, sammelt Futter und versorgt die Larven. Sobald das Volk herangewachsen ist und ausreichend sterile Arbeiterinnen geschlüpft sind, wird ein neues Nest gebaut - das Sekundärnest. Ab diesem Zeitpunkt ist die Königin nur mehr für die Eiablage zuständig.
Primärnester sind relativ klein und meist in Bodennähe zu finden. Sekundärnester befinden sich häufig in Baumkronen und können sehr groß und birnenförmig sein. (AGES, 2026)
Auswirkungen
Im Zeitraum von August bis Oktober bejagt die Asiatische Hornisse vor allem Honigbienen, wie französische Studien belegen. Die Anwesenheit mehrerer Hornissen direkt vor dem Flugloch kann zur sogenannten „Flugparalyse“ führen. Dabei werden nicht nur die Sammelflüge eingestellt, sondern auch die Brutaktivität wird deutlich zurückgefahren. Versuche zeigten, dass diese nach sechs Wochen nur mehr bei rund 4 % liegt. Dies ist für die Entwicklung des Wintervolkes besonders problematisch und kann das Risiko eines Völkerverlustes im Winter massiv erhöhen. Darüber hinaus berichten französische Imkerverbände von einem deutlichen Rückgang der Honigproduktion in Verbindung mit dem Auftreten der Asiatischen Hornisse.
Die Vespa velutina ist laut einer aktuellen Studie aus Großbritannien ein generalistischer Räuber. Mittels DNA-Analyse wurden über 1.000 verschiedene Beutetiere/Beutearten in den Mägen der Hornissenlarven nachgewiesen. Darunter befanden sich 43 Bestäuber-Arten wie etwas Wildbienen und Hummeln. Studien aus Spanien zeigen, dass die Anwesenheit der Asiatischen Hornisse auch die Bestäubung von Wildpflanzen beeinträchtigen und deren Bestäubungserfolg verringern kann. Das Auftreten der Asiatischen Hornisse kann somit weitreichende Auswirkungen auf das heimische Ökosystem und dessen Artenvielfalt haben.
Das Ausmaß möglicher Schäden im Obst- und Weinbau lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, da diese regional sehr unterschiedlich ausfallen können und unter anderem von der Populationsdichte der Hornisse abhängen. Eine erhöhte Aufmerksamkeit ist daher auch in diesen Bereichen sinnvoll. Umfragen unter Fachleuten aus dem Wein- und Obstbau in Galicien und Portugal zeigen Fraßschäden, die vor allem während der Reife- und Erntephase auftreten. Das Ausmaß der beobachteten Schäden reichte dabei von gering bis massiv.
Für den Menschen stellt die Asiatische Hornisse grundsätzlich keine außergewöhnliche Gefahr dar. Einzeltiere verhalten sich in der Regel friedlich. In unmittelbarer Nähe des Nestes können die Hornissen jedoch ein ausgeprägtes Verteidigungsverhalten zeigen, weshalb ausreichend Abstand gehalten werden sollte. Stiche führen meist zu lokalen Reaktionen, können bei Allergikern jedoch auch schwere allergische Reaktionen auslösen. (Spiewok & Deutscher Imkerbund e.V., 2025)
Die Vespa velutina ist laut einer aktuellen Studie aus Großbritannien ein generalistischer Räuber. Mittels DNA-Analyse wurden über 1.000 verschiedene Beutetiere/Beutearten in den Mägen der Hornissenlarven nachgewiesen. Darunter befanden sich 43 Bestäuber-Arten wie etwas Wildbienen und Hummeln. Studien aus Spanien zeigen, dass die Anwesenheit der Asiatischen Hornisse auch die Bestäubung von Wildpflanzen beeinträchtigen und deren Bestäubungserfolg verringern kann. Das Auftreten der Asiatischen Hornisse kann somit weitreichende Auswirkungen auf das heimische Ökosystem und dessen Artenvielfalt haben.
Das Ausmaß möglicher Schäden im Obst- und Weinbau lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, da diese regional sehr unterschiedlich ausfallen können und unter anderem von der Populationsdichte der Hornisse abhängen. Eine erhöhte Aufmerksamkeit ist daher auch in diesen Bereichen sinnvoll. Umfragen unter Fachleuten aus dem Wein- und Obstbau in Galicien und Portugal zeigen Fraßschäden, die vor allem während der Reife- und Erntephase auftreten. Das Ausmaß der beobachteten Schäden reichte dabei von gering bis massiv.
Für den Menschen stellt die Asiatische Hornisse grundsätzlich keine außergewöhnliche Gefahr dar. Einzeltiere verhalten sich in der Regel friedlich. In unmittelbarer Nähe des Nestes können die Hornissen jedoch ein ausgeprägtes Verteidigungsverhalten zeigen, weshalb ausreichend Abstand gehalten werden sollte. Stiche führen meist zu lokalen Reaktionen, können bei Allergikern jedoch auch schwere allergische Reaktionen auslösen. (Spiewok & Deutscher Imkerbund e.V., 2025)
Aufmerksamkeit ist gefragt
Die Asiatische Hornisse stellt uns somit vor neue Herausforderungen - insbesondere in der Imkerei, aber auch im Hinblick auf Artenvielfalt und Landwirtschaft. Entscheidend ist dabei vor allem eines: aufmerksam zu sein und mögliche Sichtungen frühzeitig zu melden. Wer eine verdächtige Hornisse oder ein Nest entdeckt, sollte die Beobachtung möglichst mit einem Foto dokumentieren und über die österreichweite Velutina-Meldeplattform melden. So kann jeder Einzelne dazu beitragen, die weitere Ausbreitung zu beobachten und frühzeitig entsprechende Maßnahmen zu ermöglichen.
Quellen:
AGES (2026): https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/asiatische-hornisse#c22312
Spiewok, S. & Deutscher Imkerbund e.V. (2025). Auswirkungen von Vespa velutina auf Imkerei, Landwirtschaft, Biodiversität und menschliche Gesundheit (S. 2–13) [Journal-article].
AGES (2026): https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/asiatische-hornisse#c22312
Spiewok, S. & Deutscher Imkerbund e.V. (2025). Auswirkungen von Vespa velutina auf Imkerei, Landwirtschaft, Biodiversität und menschliche Gesundheit (S. 2–13) [Journal-article].