Apfelwicklerbekämpfung nach der Ernte: Jetzt Befall für 2027 reduzieren!
Eine wirksame biologische Bekämpfungsmöglichkeit stellt die Anwendung von Nematoden (z.B. Nemapom®) dar. Für einen guten Bekämpfungserfolg ist die Behandlung während einer feuchten Witterungsperiode durchzuführen. Die Temperaturen sollten dabei über 8 °C liegen. Bereits bei der Ernte empfiehlt es sich daher, den Befallsdruck zu beurteilen und die Nematoden rechtzeitig zu bestellen (z.B. Fa. biohelp). Die maximale Aufwandmenge liegt bei 1,5 Mrd./ha und sollte an die zu behandelnde Fläche bzw. den Baumbereich angepasst werden.
Da es sich um lebende Organismen handelt, ist auf eine sachgerechte Lagerung und einen zeitnahen Einsatz zu achten. Die Haltbarkeit beträgt unter geeigneten Lagerbedingungen in der Regel etwa vier bis sechs Wochen.
Wichtige Voraussetzungen für den Einsatz
- Temperaturen über 8 °C während der Anwendung (ein leichter nächtlicher Temperaturabfall ist unproblematisch)
- Ausreichende Feuchtigkeit für mindestens 12 Stunden nach der Ausbringung
- Optimal sind Nieselregen oder eine Anwendung nach Niederschlägen
- Alternativ kann eine Überkronenberegnung zur Befeuchtung der Stämme eingesetzt werden
- Stämme und Bodenbereich gründlich benetzen; der Boden sollte möglichst Beikrautfrei sein
- Filter und Siebe an der Spritze/Düsen entfernen, um Schäden an den Nematoden zu vermeiden
- Spritzdruck maximal 8 bar
- Zusatz eines geeigneten Netzmittels wird empfohlen
- Nematoden rechtzeitig bestellen, da die Lagerfähigkeit begrenzt ist
Fazit
Sobald die Witterungsbedingungen passen, sollte die Behandlung unabhängig vom Belaubungszustand durchgeführt werden. Eine konsequente Herbstanwendung kann insbesondere in Anlagen mit höherem Befallsdruck einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Apfelwicklerpopulation und damit zu einer erfolgreichen Bekämpfungsstrategie im Folgejahr leisten.