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Alm und Weide sind kein Streichelzoo: Sicherer Umgang mit Weidetieren

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02.06.2026 | von LK Steiermark

Zum Start der Alm- und Weidesaison richtet Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger einen klaren Appell an Freizeitnutzerinnen und Freizeitnutzer: Richtiges Verhalten auf der Alm schützt Mensch und Tier. Wer Verhaltensregeln beachtet und Weidetieren mit Respekt begegnet, trägt wesentlich dazu bei, gefährliche Situationen zu vermeiden

Bildergalerie (5 Fotos)
Sicherer Umgang mit Weidetieren 6.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Sicherer Umgang mit Weidetieren 2.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Sicherer Umgang mit Weidetieren 4.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Sicherer Umgang mit Weidetieren 3.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Sicherer Umgang mit Weidetieren 5.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Sicherer Umgang mit Weidetieren 6.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Sicherer Umgang mit Weidetieren 2.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Sicherer Umgang mit Weidetieren 4.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Sicherer Umgang mit Weidetieren 3.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Sicherer Umgang mit Weidetieren 5.jpg © LK Steiermark/Fuchs
Almen und Weiden sind kein Streichelzoo – Verhaltensregeln einhalten! © LK Steiermark/Fuchs
Präsident Andreas Steinegger: Gefährliche Situationen mit Weidetieren bestmöglich vermeiden © LK Steiermark/Fuchs
Vor allem Muttertiere reagieren auf Hunde – sie wollen ihre Herde schützen. Daher: Rinder großflächig umgehen © LK Steiermark/Fuchs
Ein Wanderstock hilft Distanz zu wahren © LK Steiermark/Fuchs
Almbauern haben 2.500 Hinweistafeln aufgestellt, um Mensch und Tier zu schützen. Im Bild: Almobmann Anton Hafellner © LK Steiermark/Fuchs

Richtiges Verhalten auf der Alm schützt Mensch und Tier

In der Steiermark gibt es 1.610 Almen, rund 50.000 Tiere verbringen ihren Sommer auf den großzügigen Almen - sie sind Wirtschaftsraum für die Bäuerinnen und Bauern sowie beliebte Ausflugsziele und Erholungsraum für Millionen an Freizeitnutzern.

“Ein sicheres Miteinander auf den Almen und Weiden hat für die Landwirtschaft höchste Priorität. Damit die Alm- und Weidesaison möglichst ohne tragische Unfälle verläuft, braucht es Rücksicht und Respekt gegenüber den Weidetieren sowie die Einhaltung der Verhaltensregeln. Denn Almen und Weiden sind kein Streichelzoo“, unterstreicht Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger.
 

Die sechs zentralen Verhaltensregeln auf Almen und Weiden sind:

1. Weidetieren ruhig begegnen
2. Auf markierten Wegen bleiben
3. Tiere nicht füttern oder streicheln
4. Hinweistafeln beachten
5. Hunde bei Begegnung mit Tieren an kurzer Leine führen - bei Gefahr sofort ableinen
6. Respektvolles Miteinander
 

Oberstes Gebot - Abstand halten

Weidevieh sollte immer mit Respekt, ruhigem Verhalten und möglichst mit ausreichender Distanz begegnet werden. Das gilt besonders, wenn man in Begleitung eines Hundes unterwegs ist. Die Einhaltung dieser seit einigen Jahren gültigen wichtigen Verhaltensregeln ist daher entscheidend. “Weidevieh ist grundsätzlich friedfertig. Gerade Rinder sind aber neugierig und allein aufgrund ihrer Größe kann eine harmlose Situation schnell kritisch werden. Besonders Muttertiere schützen instinktiv ihre Kälber und können in bestimmten Situationen aggressiv reagieren“, warnt Steinegger.

Rind und Hund sind keine Freunde

Rinder nehmen Hunde aufgrund ihres natürlichen Instinkts als potenzielle Bedrohung wahr - sie erkennen Hunde als Raubtiere, insbesondere als Wölfe. Besonders Mutterkühe reagieren sensibel und verteidigen ihre Kälber und die Herde. Hunde können auf Weiden Konfliktsituationen begünstigen, wie zahlreiche tragische Fälle zeigen. Bewegungen, Bellen oder ein plötzliches Annähern von Hunden können Rinder verunsichern und Abwehrverhalten auslösen. Hunde sollten auf Almen und Weiden daher stets unter Kontrolle und möglichst an der Leine geführt werden, um gefährliche Situationen zu vermeiden. Bei einer drohenden Gefahr sollten Hunde jedenfalls sofort abgeleint werden. Ebenso wichtig ist es, Situationen richtig einzuschätzen und aufmerksam zu erkennen, wann das Verhalten der Tiere umschlägt und eine Gefahrensituation entstehen kann.
 

Almweidetafeln informieren über Gefahren

Die zweisprachig angebrachten Almweidetafeln “Achtung Weidevieh“ kennzeichnen Alm- und Weidegebiete gut sichtbar und informieren frühzeitig über mögliche Gefahren durch Weidetiere. Die Landwirtschaftskammer empfiehlt ausdrücklich bei Mutterkuhherden den Einsatz solcher Hinweistafeln. Dazu der Obmann des steirischen Almwirtschaftsvereins Anton Hafellner: “Auf unseren Almgebieten kommen in den Sommermonaten immer mehr Erholungssuchende. Durch die sensible geopolitische Lage erwarten wir heuer einen außergewöhnlichen Ansturm - wir hoffen, dass durch ein respektvolles Miteinander und Einhalten der Verhaltensregeln Zwischenfälle ausbleiben.“ Bereits 2.500 Hinweistafeln sorgen auf steirischen Almen und Weideflächen für mehr Sicherheit.
 

Müll auf den Almen sind Gefahr für die Weidetiere

Zur Belastung für die Almbewirtschaftung wird zunehmend achtlos zurückgelassener Müll. Getränkedosen, Flaschen, Papiertaschentücher, Essensreste, Plastik- und Hundesackerln verschmutzen Almflächen und werden zur Gefahr für die Weidetiere. Steinegger: “Was liegen bleibt kann unsere Tiere krank machen - oder töten. Das muss jeder wissen, der auf Almen und Weiden unterwegs ist.“ Nach der Schneeschmelze wird sichtbar, was über Monate auf den Almen liegen geblieben ist. Doch auch während der Saison sammelt sich laufend Müll an, den letztlich die Almbäuerinnen und Almbauern einsammeln und entsorgen müssen. Steiermarkweit fallen dabei jährlich rund 1.200 Säcke Müll an – vielfach gefährliche Abfälle für Tiere und die die Natur beeinträchtigen. Der Ehrenkodex “Saubere Alm“ soll ein gutes Miteinander bewirken.
 

Zahlen und Fakten

1.610 Almen sind in der Steiermark eingetragen und die Almfläche inklusive Wald macht eine Fläche von rund 127.000 Hektar aus. Sie sind Wirtschaftsraum für die Almbäuerinnen und Almbauern und eine Schatzkammer der Biodiversität. Etwa 3.500 steirische Bauern treiben 42.000 Rinder, 6.000 Schafe und Ziegen sowie 900 Pferde auf die steirischen Almen - insgesamt sind rund 50.000 Tiere im Sommer auf den Almen. Über 40 Mio. Euro würde die Almpflege der öffentlichen Hand jährlich kosten, würden dies die Bäuerinnen und Bauern nicht tun.
 

Downloads zum Thema

  • Ehrenkodex Saubere Alm PDF 41,40 kB
  • Plakat Sichere Almen PDF 628,26 kB
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Almen und Weiden sind kein Streichelzoo – Verhaltensregeln einhalten! © LK Steiermark/Fuchs

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Almbauern haben 2.500 Hinweistafeln aufgestellt, um Mensch und Tier zu schützen. Im Bild: Almobmann Anton Hafellner © LK Steiermark/Fuchs

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