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„Alles sauber?“ - Sauberer Betrieb, sauberes Wasser

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09.10.2026 | von DI Thomas Wallner

Ein wichtiger Aspekt bei Vor-Ort-Kontrollen ist die Einhaltung einer entsprechenden Betriebshygiene. Das betrifft ganz besonders Hofflächen, Lager- und Abstellplätze, Garagen und Auslaufflächen. Bäuerinnen und Bauern müssen sicherstellen, dass die Böden geschützt werden, durch geeignete Praktiken die Bodenstruktur und der Anteil der organischen Substanz im Boden erhalten bleiben, ein Mindestmaß an landschaftspflegerischen Instandhaltungsmaßnahmen getroffen wird und die Zerstörung von Lebensräumen vermieden wird.

Qualitätszielverordnung Chemie Grundwasser

Der Grundwasserschutz betrifft das Verbot der Ableitung von im Anhang der Richtlinie 80/68/EWG über den Schutz des Grundwassers gegen Verschmutzung genannten gefährlichen Stoffe. Die Umsetzung erfolgt in Österreich durch die Qualitätszielverordnung Chemie Grundwasser – QZV Chemie GW. Nach dieser Verordnung ist es absolut verboten, bestimmte Stoffe direkt in das Grundwasser einzuleiten (z.B. mittels Sickerschacht oder Leitung). Die indirekte Einleitung dieser Stoffe durch Versickern über den Boden (z.B. durch eine Humusschicht) muss von der Wasserrechtsbehörde bewilligt werden.
Folgende Stoffe sind betroffen:
  • Abwässer, die Mineralöle oder andere Kohlenwasserstoffe enthalten (Eigentankstellen, Gerätereinigung etc.)
  • Abwässer, die Pflanzenschutzmittelreste enthalten
  • Sickerwässer von Mistlagerstätten bzw. Silos, Gülle, Jauche etc.
Die Anforderungen sind insbesondere bei der Lagerung von (Wirtschafts-) Dünger zu beachten. Eine direkte Einleitung von Sickerwässern von Mistlagerstätten in das Grundwasser ist zu verhindern (z.B. durch bauliche Maßnahmen). Die indirekte Einleitung über eine Bodenpassage (z.B. Wiesen oder Ackerfläche, die an eine Mistlagerstätte angrenzt) von mehr als geringfügigen Mengen an Gülle, Jauche, Silagesickersäfte, Mineralölen, Treibstoffen oder Pflanzenschutzmitteln ist ohne wasserrechtliche Bewilligung verboten.
Achtung bei Ölverlusten.jpg © BWSB/Wallner
Achtung bei Ölverlusten – eine Beeinträchtigung des Grundwassers darf nicht erfolgen. Bindemittel bereitstellen und anschließend ordnungsgemäß entsorgen. © BWSB/Wallner
Mistlagerung - Auflagen einhalten.jpg © BWSB/Wallner
Mistlagerung – Auflagen einhalten! © BWSB/Wallner

Beispiel gewässerverträgliche Koppelhaltung – Vorsicht bei Auslaufflächen - „Gatschkoppeln“ vermeiden

Durch die natürlichen Ausscheidungen der Tiere werden den Koppelflächen Nährstoffe (vor allem Stickstoff) zugeführt. Bei Koppelflächen ohne Bewuchs („Gatschkoppeln") fehlen Pflanzen, die diese Nährstoffe aufnehmen. Es kann zu einer Belastung von Grundwasser und Fließgewässern kommen.
Gatschkoppeln vermeiden.jpg © BWSB/Wallner
"Gatschkoppeln" vermeiden! Um die Einwirkungen auf Gewässer möglichst gering zu halten, ist ein entsprechendes Koppelmanagement von besonderer Bedeutung. So kann eine regelmäßige Säuberung, eine Befestigung der Futterstellen oder eine zeitliche Begrenzung des Auslaufes die Stickstoffbelastung vermindern. © BWSB/Wallner

Fazit

Regelmäßig Betriebsrundgang eventuell mit einer betriebsfremden Person durchführen – zur Umgehung der „Betriebsblindheit“ - und allfällige Abweichungen z.B. bei Mistlagerstätten, Fahrsilos, Garagenanlagen, Weiden etc. umgehend beseitigen - zum Schutze des Trink- bzw. Grundwassers und Oberflächengewässer sowie um Sanktionen im Zuge einer allfälligen AMA-Vor-Ort-Kontrolle zu vermeiden.
Nähere Informationen bei der Boden.Wasser.Schutz.Beratung unter 050/6902-1426 oder www.bwsb.at.

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  • Boden.Wasser.Schutz.Beratung
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