7 Wege die Haltbarkeit von Beeren zu verlängern
Die verschiedenen Beerenobstarten, wie Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Johannis- oder Stachelbeeren zählen wohl zu den sensibelsten Obstarten. Die Haltbarkeit der Früchte über die Vermarktungskette hinweg zu erhalten, zählt zu den größten Herausforderungen in der Produktion. Eine ganze Reihe von Maßnahmen trägt dazu bei, dass Beerenobst sowohl während der Lagerung - wo unter idealen Voraussetzungen Johannis- und Heidelbeeren mehrere Monate aufbewahrt werden können - als auch im Verkaufslokal frisch und gesund bleibt.
1. Erziehung der Sträucher
Ein lockerer Stockaufbau mit freiliegenden Früchten ist essenziell für gute Haltbarkeit. Dies garantierten kurze Abtrocknungszeiten und eine gute Erreichbarkeit bei der Ernte. Hängt das Obst tief im Stockinneren wird es anfälliger für Pilzkrankheiten, was große Ausfälle ergeben kann.
2. Exakter Erntezeitpunkt
Beeren sollten zum Erntezeitpunkt voll ausgereift, jedoch keinesfalls überreif sein. Je reifer die Früchte bei der Ernte sind, desto weicher sind sie - und desto geringer ist ihre Haltbarkeit. Soll das Beerenobst über einen längeren Zeitraum gelagert werden, ist der richtige Erntezeitpunkt daher besonders wichtig.
Ist hingegen keine längere Lagerung vorgesehen, können die Vorteile der regionalen Produktion mit kurzen Transportwegen genutzt werden: Die Beeren können länger an der Pflanze ausreifen und entwickeln dadurch ein intensiveres Aroma und einen volleren Geschmack, der direkt an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben werden kann.
Ist hingegen keine längere Lagerung vorgesehen, können die Vorteile der regionalen Produktion mit kurzen Transportwegen genutzt werden: Die Beeren können länger an der Pflanze ausreifen und entwickeln dadurch ein intensiveres Aroma und einen volleren Geschmack, der direkt an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben werden kann.
3. Witterungsschutz - wird zunehmend zum Standard
Regen ist für das Pflanzenwachstum wichtig, für die Haltbarkeit von Beerenfrüchten jedoch nachteilig.
Häufige Nässeeinwirkung macht Früchte anfälliger für Fäulnis und erschwert die Ernteplanung. Deshalb investieren viele Beerenbaubetriebe in Regenschutzmaßnahmen wie Regendächer, Folientunnel oder Gewächshäuser. Diese schützen die Früchte nicht nur vor Niederschlägen und starker Taubildung, sondern auch vor Hagel und intensiver Sonneneinstrahlung. So werden witterungsbedingte Schäden reduziert und die Qualität sowie die Haltbarkeit des Beerenobstes verbessert.
Häufige Nässeeinwirkung macht Früchte anfälliger für Fäulnis und erschwert die Ernteplanung. Deshalb investieren viele Beerenbaubetriebe in Regenschutzmaßnahmen wie Regendächer, Folientunnel oder Gewächshäuser. Diese schützen die Früchte nicht nur vor Niederschlägen und starker Taubildung, sondern auch vor Hagel und intensiver Sonneneinstrahlung. So werden witterungsbedingte Schäden reduziert und die Qualität sowie die Haltbarkeit des Beerenobstes verbessert.
4. Pflanzen müssen vor Krankheiten geschützt werden
Um den Ausbruch von Krankheiten im warmen Verkaufslokal oder gleich nach dem Einkauf zu vermeiden, sind Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig. Dabei gilt der Grundsatz: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Insbesondere durch den Einsatz von Regenschutz lässt sich die Anzahl der notwendigen Pflanzenschutzmaßnahmen deutlich reduzieren.
Werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt, geschieht dies gezielt und nach strengen gesetzlichen Vorgaben. Die verwendeten Mittel sind behördlich geprüft und zugelassen und dürfen ausschließlich von entsprechend geschulten Anwender:innen ausgebracht werden.
Gesunde Pflanzen bringen gesunde Früchte hervor. Qualitätsverluste werden dadurch verringert und Lebensmittelverschwendung kann wirksam reduziert werden.
5. Vorsichtige Ernte
Der sorgsame Umgang der Erntehelfer:innen mit den sensiblen Beeren muss jederzeit sichergestellt sein. Intensive Einschulung der Erntearbeiter:innen und laufende Qualitätskontrollen sollen garantieren, dass nur unverletzte, perfekt gereifte Früchte in die Schale kommen.
6. Rasches Kühlen nach der Ernte
Für eine gute Haltbarkeit ist es entscheidend, die Temperatur der frisch geernteten Beeren möglichst rasch zu senken. Deshalb werden die Früchte der Ernte sofort in den Schatten gestellt und danach möglichst rasch in Kühlzellen gebracht.
Viele Betriebe verfügen bereits über Durchzugskühler (Forced-Air-Kühlung), die kalte Luft durch die Paletten saugen und auch das Innere von Paletten schnell heruntergekühlt. Durch eine rasche Abkühlung bleiben Beeren länger frisch und die Ausbreitung von Krankheitserregern wird verhindert.
7. Perfekte Lagerung
Je nach Beerenart unterscheidet sich die mögliche Lagerdauer deutlich. Erdbeeren und Himbeeren werden meist nur wenige Tage bis etwa eine Woche gelagert. Johannis- und Heidelbeeren können unter optimalen Bedingungen hingegen mehrere Monate gelagert werden.
Voraussetzung für eine lange Haltbarkeit sind die zuvor beschriebenen Maßnahmen - vom richtigen Erntezeitpunkt bis zur raschen Kühlung. Erst wenn diese Maßnahmen erfüllt sind, kann moderne Lagertechnik ihr volles Potenzial entfalten. Durch eine gezielte Steuerung der Sauerstoff- und Kohlendioxidkonzentration sowie konstant niedrige Temperaturen bleiben Qualität und Frische der Früchte optimal erhalten. So können regionale Beeren auch weit über die Erntezeit hinaus, teilweise bis in den späten Herbst, angeboten werden.
Voraussetzung für eine lange Haltbarkeit sind die zuvor beschriebenen Maßnahmen - vom richtigen Erntezeitpunkt bis zur raschen Kühlung. Erst wenn diese Maßnahmen erfüllt sind, kann moderne Lagertechnik ihr volles Potenzial entfalten. Durch eine gezielte Steuerung der Sauerstoff- und Kohlendioxidkonzentration sowie konstant niedrige Temperaturen bleiben Qualität und Frische der Früchte optimal erhalten. So können regionale Beeren auch weit über die Erntezeit hinaus, teilweise bis in den späten Herbst, angeboten werden.